HANNOVER. Literaturschaffende können sich vom 26. Oktober an für die niedersächsischen Literaturstipendien 2010 bewerben. Neben Jahres- und Arbeitsstipendien für Autorinnen und Autoren sowie Schriftstellerinnen und Schriftsteller bietet das Land auch ein neues, projektbezogenes Stipendium für Übersetzer und Übersetzerinnen von literarischen Werken in Höhe von 7800 Euro an. Erstmals vergibt das Land zudem ein mit 8000 Euro gefördertes "Jerusalemstipendium". Dies ist mit einem vier Monate langen Aufenthalt in der Stadt verknüpft. Die Jahres- und Arbeitsstipendien sind mit Fördersummen zwischen 5000 und 14000 Euro ausgestattet.
"Durch unser Jerusalemstipendium wollen wir dazu beitragen, literarische Brücken zwischen Niedersachsen und Jerusalem zu schlagen und den Kulturaustausch zu stärken", sagte der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann.
Einer Stipendiatin oder einem Stipendiaten wird damit die Möglichkeit eröffnet, von März bis Juni in Jerusalem zu arbeiten und an Kulturveranstaltungen aktiv teilzunehmen. Das dort angesiedelte Goethe Institut ist Kooperationspartner und übernimmt die Betreuung. Zudem gewährt es einen Mietkostenzuschuss in Höhe von 500 Euro pro Monat und trägt die Reisekosten. Das Ergebnis der schriftstellerischen Tätigkeit soll durch Veröffentlichungen in der deutschen Presse oder in Form eines Internet-Tagebuchs dokumentiert werden.
Das neue Stipendium für Übersetzer ermöglicht dem oder der Geförderten, sechs Monate lang an einer Übersetzung zu arbeiten und sie in einem anerkannten Verlag zur Veröffentlichung zu bringen.
Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt durch die fünfköpfige niedersächsische Fachkommission Literatur. Bewerbungen sind für alle Stipendien bis zum 15. Januar 2010 möglich, die Frist für das Jerusalemstipendium endet bereits am 15. Dezember 2009.
Bewerbungsunterlagen und die Teilnahmevoraussetzungen für die einzelnen Kategorien finden Sie auf unserer Homepage www.mwk.niedersachsen.de > Kultur > Künstlerförderung.
Fragen zu den Stipendien und den Förderbedingungen beantwortet:
Heike Fliess
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Leibnizufer 9, 30169 Hannover
Tel: (0511) 1 20 -25 78
E-Mail: Heike.Fliess@mwk.niedersachsen.de