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Offene Hochschule Niedersachsen

Öffnung für neue Zielgruppen und Verzahnung von Bildungsangeboten

Unser Arbeitsalltag, die fachlichen Anforderungen im Beruf und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, wandeln sich heute in immer kürzerer Zeit. Eine erste Ausbildung oder Qualifikation und das dafür einmal erworbene Wissen reichen nicht mehr für ein ganzes Arbeitsleben aus. Bedarfsgerechte und fortlaufende Möglichkeiten der Weiterbildung sowie die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung gewinnen deshalb immer stärker an Bedeutung. Entscheidend ist, dass Hochschulen, Bildungsträger und Wirtschaft die neuen Herausforderungen annehmen und diese gemeinsam bewältigen.

Die Offene Hochschule Niedersachsen setzt genau an diesem Punkt an:

  • Sie öffnet die Hochschulen in unserem Land, um diese für andere Zielgruppen, beispielsweise Berufstätige, durch spezielle Studienangebote zugänglich und attraktiv zu machen.
  • Sie schafft leichtere Übergänge zwischen beruflicher und Hochschulbildung durch Anrechnung von Qualifikationen und Kompetenzen,
  • Sie bindet die studienvorbereitenden Angebote aus der Erwachsenenbildung in die Hochschulbildung ein.

Mit dieser Öffnung der Hochschulen leistet Niedersachsen einen wichtigen Beitrag, um die unterschiedlichen Bildungsangebote noch durchlässiger zu gestalten und besser miteinander zu verzahnen.

Unter dem Motto „Geben Sie Ihrem Job mehr Gehalt!" entwickelt die Niedersächsische Landesregierung die Offene Hochschule Niedersachsen als Gesamtkonzept weiter:

  • Im Herbst 2012 wurde die Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen gGmbH vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Kooperation mit den Hochschulen, der Erwachsenenbildung, der Wirtschaft, sowie den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden gegründet. Sie ist eine gemeinsame und zentrale Unterstützungsplattform, mit dem Ziel, dass die Studien- und Weiterbildungsbedarfe beruflich Qualifizierter sowie von niedersächsischen Unternehmen, Betrieben und Organisationen Eingang in neue Modelle der berufsbegleitenden Studienorganisation finden.
  • Die niedersächsischen Fachhochschulen werden als wichtige Partner stärker als bisher einbezogen, weil sich deren Bildungsangebote vor allem an der beruflichen Praxis orientieren. Damit sind sie bereits im Ansatz in guter Weise auf die Lern- und Berufserfahrungen der Studieninteressierten mit beruflicher Qualifikation ausgerichtet.
  • Die Teilnahme an studienvorbereitenden und -begleitenden Angeboten aus der Erwachsenenbildung erleichtert beruflich Qualifizierten den Übergang an die Hochschule und sichert deren Studienerfolg. In diesem Sinne werden die Studieninteressierten stärker als bisher auf die Notwendigkeit einer angemessenen Studienvorbereitung aufmerksam gemacht und über für sie passende Angebote informiert.
  • Die vielfältigen Beratungsangebote werden weiter ausgebaut, besser vernetzt und bekannt gemacht.

Berufstätige mit und ohne Abitur sind an der Offenen Hochschule Niedersachsen willkommen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich zielgerichtet weiterbilden, erhöhen ihre beruflichen Chancen deutlich. Wer bereit ist, Zeit zu investieren und sich weiterzuqualifizieren, sich neues Wissen anzueignen oder ein berufsbegleitendes Studium zu absolvieren, profitiert davon zu aller erst selbst.


Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen gGmbH

In Niedersachsen haben sich alle wichtigen gesellschaftlichen Akteure bei der Öffnung der Hochschulen miteinander abgestimmt, um neue Zielgruppen anzusprechen. Die an der Servicestelle Offene Hochschul Niedersachsen gGmbH beteiligten Partner haben sich bundesweit einmalig in einer gemeinnützigen Gesellschaft des Landes zusammengeschlossen. Die Hochschulen sollen in Kooperation mit den Erwachsenenbildungseinrichtungen qualitätsgesicherte Angebote entwickeln. Damit können sie sich für beruflich Qualifizierte weiter öffnen.

Wichtigste Aufgabe der Servicestelle ist es, die Öffnung der Hochschulen für neue Zielgruppen von Studierenden zu koordinieren. Dabei kommt es darauf an, ein begleitendes Netzwerk aus Hochschulen, Unternehmen, Kammern, Erwachsenbildung und Gewerkschaften aufzubauen.

Zu den Aufgaben der Servicestelle gehört es auch, über die veränderten Zugangsmöglichkeiten zu Studien- und Weiterbildungsangeboten an Hochschulen zu informieren. Außerdem geht es darum, Bildungsangebote zu verbessern und eine bedarfsgerechte (Weiter-)Qualifikation von Fachkräften zu sichern. Zudem sollen beruflich qualifizierte Studieninteressierte Hochschulen leichter besuchen können. Dazu wird die Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen gGmbH in Kooperation mit der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung die Hochschulen und die Einrichtungen der Erwachsenenbildung unterstützen, um Bildungsangebote zur Vorbereitung auf ein Studium zu entwickeln und durchzuführen.

Für die Förderung des Konzeptes Offene Hochschule Niedersachsen einschließlich der Servicestelle sowie der zeitlich befristeten Projekten stellt allein das Land rund 800.000 Euro jährlich bereit.

Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen

© Silke Kirchhoff

Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen gGmbH
Geschäftsführerin: Monika Hartmann-Bischoff
Sekretariat: Despina Moka
Kurt-Schumacher-Str. 29
30159 Hannover
Telefon: (0511) 367394-14
E-Mail: despina.moka@servicestelle-ohn.de

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