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Nachwuchsförderung

Niedersachsen setzt sich nachhaltig für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein. Als erstes Bundesland hat Niedersachsen - entsprechend der Empfehlungen der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen (WKN) - ein integriertes Konzept zur Nachwuchsförderung umgesetzt. Nach erfolgreichen Anschubfinanzierungen hat sich insbesondere die Einrichtung von Juniorprofessuren an den Hochschulen etabliert.

Intensivstudiengänge: Mit diesen Studiengängen machen die Hochschulen besonders leistungsfähigen und motivierten Studierenden das Angebot, die Studienzeit um bis zu 50 Prozent zu verkürzen. In diesen Studiengängen werden intensive Betreuung, internationale Ausrichtung und Forschungsorientierung verknüpft. Derzeit werden Intensivstudiengänge an den Universitäten Göttingen und Osnabrück angeboten.

Niedersächsisches Promotionsprogramm: Seit dem Jahr 2007 erfolgt in Niedersachsen die Förderung von Promotionsprogrammen durch das „Niedersächsische Promotionsprogramm". Nach einer niedersachsenweiten Ausschreibung werden nach wissenschaftlicher Begutachtung durch die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen (WKN) strukturierte Promotionsstudiengänge/ -programme zur Förderung ausgewählt. Dabei ist Voraussetzung für die Förderung, dass die Promotionsstudiengänge mit herausragenden Forschungsschwerpunkten der jeweiligen Universität verknüpft sind und erkennbar ist, dass sie zur Weiterentwicklung der Struktur der Graduiertenausbildung an der jeweiligen Universität beitragen werden.

Juniorprofessur: Niedersachsen ist das erste Bundesland gewesen, das die Juniorprofessur eingeführt hat. Die Juniorprofessur stellt eine Alternative zur Habilitation dar. Voraussetzungen für die Einstellung als Juniorprofessur bzw. Juniorprofessorin sind eine hervorragende Dissertation und eine pädagogisch-didaktische Eignung. Wie in den USA können exzellente Wissenschaftler direkt nach der Promotion - und damit durchschnittlich zehn Jahre früher als bisher - eigenständig forschen und lehren und auch Drittmittel einwerben.

Im Niedersächsischen Hochschulsetz (NHG) ist die Juniorprofessur mit eigenständiger Aufgabenbeschreibung und eigenen Landesregelungen für die Berufung und Bestellung verankert. Die Juniorprofessur stellt neben der Habilitation gleichwertig einen weiteren Zugang zur Professur dar. Den Hochschulen wird damit die Möglichkeit eröffnet, unterschiedliche Wege zur Professur vorzusehen.

Die Juniorprofessur hat in Niedersachsen insbesondere in der Mathematik und in den Naturwissenschaften eine hohe Akzeptanz. 34 % aller Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren sind in diesen Fächern tätig. Der Anteil der Frauen in den Fächergruppen Mathematik und Naturwissenschaften beträgt 38 %.

Ingesamt beträgt der Anteil der Frauen an den niedersächsischen Juniorprofessuren 43 %.

Wissenschaftlerin im Labor der Technischen Universität Braunschweig

Wissenschaftlerin im Labor der Technischen Universität Braunschweig

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