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Gleichstellung

Chancengleichheit und Frauenförderung sind wichtige Elemente der Politik in Niedersachsen. Das Qualifikations- und Kreativitätspotenzial von Frauen bietet Ressourcen, auf die in Forschung und Lehre nicht verzichtet werden kann. Die Verbesserung der Chancen für Frauen ist deshalb auch ein Beitrag zur Qualitätssicherung, Leistungssteigerung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sowohl der Hochschulen als auch der Gesellschaft und Wirtschaft insgesamt.

Um das vorhandene Qualifikationspotenzial auszuschöpfen bzw. zu stärken, ist eine Doppelstrategie erforderlich:

  • Integration von Aspekten der Chancengleichheit in die aktuelle Reformdebatte, um stukturelle Änderungen zu bewirken (gender mainstreaming),
  • spezielle Maßnahmen, um weitere Qualifikationspotenziale zu erschließen.

Entsprechend dieser politischen Zielsetzung gibt es im Niedersächsischen Ministerium Wissenschaft und Kultur seit 1994 einen Arbeitsschwerpunkt Gleichstellung, der in enger Zusammenarbeit mit der Landeskonferenz Niedersächsischer Hochschulfrauenbeauftragter (LNHF) Strategien und Maßnahmen zur Herstellung von Chancengleichheit für Frauen an niedersächsischen Hochschulen entwickelt.

Mit dem Selbstbericht zur „Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern im Wissenschaftsbereich in Niedersachsen" haben LNHF und Landeshochschulkonferenz eine aktuelle Analyse und Bewertung der von Land und Hochschulen konzipierten Programme und Maßnahmen vorgelegt.

Das positive Fazit des Berichts wird bestätigt durch die hervorragende Positionierung Niedersachsens im Gleichstellungsranking des Kompetenzzentrums Frauen in der Wirtschaft (CEWS - Ranking vom April 2013). Mit 24,3 Prozent Frauenanteil an den Professuren liegt Niedersachsen weit über dem Bundesdurchschnitt von 19,9 Prozent.

Am 04.06.2014 hat die Auftaktveranstaltung zur Dialoginitiative stattgefunden. Dabei wurden verschiedene Handlungsfelder ausgemacht, die in den nächsten Jahren bearbeitet werden sollen.

In der Gemeinsamen Erklärung "Dialoginitiative Gleichstellung und Qualitätsmanagement an Niedersächsischen Hochschulen" ReadSpeaker vom 16.10.2007 sprechen sich Wissenschaftsministerium, Landeshochschulkonferenz und Landeskonferenz Niedersächsischer Hochschulfrauenbeauftragter dafür aus, den Dialog über Gleichstellungspolitik sowie ein gemeinsames strategisches Vorgehen zu intensivieren. Dazu wird ein „Forum Gleichstellung und Qualitätsmanagement an Niedersächsischen Hochschulen" gegründet, das sich vor allem den Schwerpunkten Qualitätsmanagement und Personalmanagement, Integration von Genderaspekten in Lehre und Forschung sowie der Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie widmen soll.

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