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Denkmalpflege & Archäologie

Kirchen und Klöster, Schlösser und Gutshöfe, historische Gartenanlagen, die Relikte der Technikgeschichte, vor allem aber die zahlreichen Zeugnisse bürgerlichen und bäuerlichen Wohnens und Arbeitens - die Denkmallandschaft in Niedersachsen ist vielgestaltig. Insgesamt hat Niedersachsen rund 82.000 Baudenkmale, die zum größten Teil privat genutzt werden. Zu den herausragenden Baudenkmalen gehören die ehemaligen Klöster und Damenstifte in der Lüneburger Heide und im Calenberger Land, die Schlösser der Weserrenaissance, wie Hämelschenburg oder Bevern und die komplett erhaltenen historischen Stadtkerne mit ihren wertvollen Bürgerhäusern und alten Rathäusern, wie in Lüneburg, Celle, Wolfenbüttel, oder Duderstadt. Auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes stehen die Kirche St. Michaelis und die mittelalterliche Ausstattung des Domes in Hildesheim ebenso wie die Anlagen des Erzbergbaus beim Rammelsberg mit der Altstadt in Goslar und seit 2010 die Anlagen der Oberharzer Wasserwirtschaft. Für die Aufnahme in die Liste angemeldet ist auch das Faguswerk in Alfeld.

Im ganzen Land finden sich zahlreiche, im Boden verborgene Spuren menschlicher Siedlungsgeschichte, die Gegenstand der archäologischen Denkmalpflege sind. Das Bild der Archäologie in Niedersachsen wird durch eine Reihe spektakulärer Funde geprägt. So wurden zum Beispiel beim Braunkohletagebau in Schöningen die bisher ältesten Speere der Menschheitsgeschichte mit einem Alter von rund 400.000 Jahren gefunden. Ein weiterer Schwerpunkt der Archäologie sind die Ausgrabungen in Kalkriese, wo die historische Spurensuche zur Entdeckung des Schlachtfeldes zwischen den römischen Legionen des Varus und den germanischen Stämmen im Jahre 9 n. Chr. geführt hat.

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