Die niedersächsische Wissenschaftslandschaft zu internationalisieren bedeutet zum einen, die internationale Attraktivität niedersächsischer Hochschulen für ausländische Studierende und Wissenschaftler zu erhöhen. Zum anderen bedeutet dies, die Mobilität der niedersächsischen Studierenden und Wissenschaftler zu steigern. Um diese Ziele zu erreichen, hat das Land Niedersachsen in den vergangenen Jahren eine Reihe von Maßnahmen ergriffen - etwa die Internationalisierung von Studienstrukturen, eine bessere Betreuung ausländischer Studierender und die Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen.
Höhere Attraktivität der Hochschulen
Dass Niedersachsens Hochschulen im Ausland immer attraktiver werden, belegen die Zahlen: Im Wintersemester 2004/05 studierten in Niedersachsen rund 17.500 ausländische Studierende - so viele, wie nie zuvor. Das liegt unter anderem daran, dass die niedersächsischen Hochschulen ihr Studienangebot internationaler gestaltet haben: So bieten die Hochschulen - überwiegend in Kooperation mit ausländischen Partnern - inzwischen rund 70 internationale Studiengänge an, die gezielt auf eine Berufstätigkeit im Ausland vorbereiten. Hinzu kommen ca. 30 Studiengänge, in denen ausschließlich auf Englisch gelehrt wird.
Die niedersächsischen Hochschulen pflegen mittlerweile mehr als 1.500 institutionalisierte Kooperationen mit ausländischen Partnerhochschulen. Schwerpunkte der neuen Auslandsbeziehungen sind Mittel- und Osteuropa sowie China. Im Studienjahr 2004/2005 sind 2.010 Studierende und 244 Dozenten aus Niedersachsen mit ERASMUS an ausländischen Hochschulen gegangen.