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Rechenzentren und norddeutscher Hochleistungsrechner

Eine zentrale Aufgabe der niedersächsischen Hochschulen ist die zuverlässige Versorgung der wissenschaftlichen Einrichtungen mit einem ausgewogenen System von Datennetzen, Computern und Software. Diese Aufgabe nehmen in der Regel die Hochschulrechenzentren wahr. Die niedersächsischen Rechenzentren entwickeln sich zunehmend zu modernen Zentren für Informations- und Kommunikationsdienste.

Als neue Aufgabe ist hinzugekommen, die drahtlose Kommunikation zu betreuen. Ziel ist es, die Studierenden mit Notebooks auszustatten, damit sie ortsungebunden, zum Beispiel auf dem Campus ohne Einschränkungen mit den Computern arbeiten können. Hierzu ist die Einführung einer campusweiten drahtlosen Kommunikationsinfrastruktur (Funknetze) notwendig.

In Niedersachsen gewinnen die Multimedia-Anwendungen in Lehre und Forschung zunehmend an Bedeutung. Dazu ist eine hochwertige Ausstattung notwendig, unter anderem für Grafik- und Visualisierungshardware, Systeme zur Medienbearbeitung und Räume für Videokonferenzen und Teleseminare. Auch hier unterstützen die niedersächsischen Rechenzentren ihre Hochschulen nachhaltig durch ihren Service.

Die Rechenzentren der niedersächsischen Hochschulen erreichen Sie über die jeweilige Homepage der Hochschulen.

Norddeutscher Hochleistungsrechnerverbund

Die norddeutschen Länder Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben gemeinsam einen Hochleistungsrechner beschafft. Dieser Rechner ist auf zwei Standorte im Berliner Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik und an der Universität Hannover verteilt. Die beiden Rechenzentren sind mit einer 2,4-Gigabit-Datenleitung verbunden, die theoretisch die Übertragung von 300.000 Buchseiten in einer Sekunde ermöglicht. Der Computer erreicht eine Rechenleistung von rund 4.000 Gigaflops (Fließkommaoperationen pro Sekunde) und ist damit derzeit der schnellste in Deutschland. Weltweit belegt er gegenwärtig einen Platz unter den zehn leistungsstärksten Rechnern.

Der Bund und die beteiligten Länder teilen sich die Investitionskosten von rund 20 Millionen Euro. Dank modernster Glasfasernetze können die Hochschulen und Forschungseinrichtungen aller sechs Länder auf den Rechner zugreifen. Der Computer soll unter anderem aufwändige Berechnungen in den Bereichen Theoretische Physik und Chemie, Astronomie, Meeres- und Küstenforschung, Baumechanik, Strömungsmechanik und Schiffbau eingesetzt werden.

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