Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur klar

Die ersten 100 Tage im Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Minister Björn Thümler zieht Bilanz


Seit rund 100 Tagen ist die neue niedersächsische Landesregierung im Amt. Minister Björn Thümler zieht Bilanz: Im MWK wurden viele zukunftsweisende Projekte in den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Kultur auf den Weg gebracht. Dabei spielt die Digitalisierung eine zentrale Rolle.


Bauvorhaben Universitätsmedizin: Startschuss in Göttingen

Ende Januar 2018 konnte Bauabschnitt 1A im Rahmen des Neubaus der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) auf den Weg gebracht werden. Insgesamt soll die Baumaßnahme 162 Millionen Euro kosten. Das Bauvorhaben in Göttingen startet damit direkt mit dem größten Gebäude – dem Bauabschnitt 1A – Neubau Bettenhaus. Der Bauabschnitt umfasst 624 Betten auf Normal- und Intensivstation sowie poliklinische Bereiche. Das neue Gebäude nimmt den Intensiv- und Normalpflegebereich der operativen Fächer in der Herzmedizin, der Neurologie mit einem Kopfzentrum sowie der inneren Medizin auf.


Digitalisierung gestalten: Stabsstelle eingerichtet

Um die von der Landesregierung im Koalitionsvertrag angekündigte Digitalisierungsoffensive der Hochschulen von Anfang an zielgerichtet anzugehen, hat das Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Januar 2018 eine Stabsstelle „Digitalisierung in Kultur, Forschung und Wissenschaft“ eingerichtet. Die Stabsstelle wird die Digitalisierungsprozesse an den niedersächsischen Hochschulen eng begleiten, die Notwendigkeiten im Kulturbereich identifizieren und umsetzen sowie die Digitalisierungsprozesse innerhalb des Ministeriums gestalten. Mit der Stabsstelle wird zudem die Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft auf dem Gebiet der Digitalisierung durch anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung sowie durch Wissenstransfers unterstützt, um das Innovationspotenzial der Hochschulen und Forschungseinrichtungen für die niedersächsischen Unternehmen nutzbar zu machen.


Dialog fördern: Förderprogramm „Zukunftsdiskurse“ gestartet

Das neue Förderprogramm „Zukunftsdiskurse“ ist Anfang 2018 mit ersten Projekten gestartet. Forscherinnen und Forscher aus den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften waren aufgefordert, Konzepte für die Aufbereitung von Forschungsergebnissen aus ihren Disziplinen vorzulegen, die anschließend in öffentlichen Veranstaltungen diskutiert werden. Hierfür stellt das Land rund 750.000 Euro aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung zur Verfügung. Ziel des Programms ist es, den gesellschaftspolitischen Diskurs in den Geistes- und Sozialwissenschaften zu fördern sowie den Stellenwert der Hochschulen und Forschungseinrichtungen als zentrale Orte für zukunftsorientierte Debatten zu stärken.


Kultur auf einen Klick: Digitaler Denkmalatlas

Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat ein Konzept für einen digitalen Denkmalatlas erarbeitet. Er soll künftig einen Überblick über die rund 80.000 Bau- sowie die ca. 130.000 Bodendenkmale in ganz Niedersachsen bieten. Die Online-Plattform soll allen Interessierten die Informationen zu unseren Kulturlandschaften und -denkmalen bürgernah, qualifiziert und verständlich zugänglich machen. Zudem soll der digitale Denkmalatlas insbesondere für Kommunen und Planungsbüros eine erhöhte Transparenz und Planungssicherheit für schnelle und wirtschaftliche Verfahren ermöglichen. Als erster Schritt zur Umsetzung hat das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege (NLD) eine neue Stabsstelle „Digitaler Atlas – Inventarisation“ eingerichtet, die direkt der Präsidentin zugeordnet ist. Der Stabsstelle gehören Fachleute aller Abteilungen an, um die erforderlichen Strukturen zu entwickeln.


Deutlich gekennzeichnet: Neue Denkmalschutzplakette

Mehr Identifikation mit dem Land und weniger Verwechslungsgefahr – das sind die Gründe für das neue Erscheinungsbild der niedersächsischen Denkmalschutzplakette. Seit dem 1. Januar 2018 ist auf der Plakette das Landeswappen – weißes Niedersachsenross auf rotem Grund – abgebildet. Das bisherige Symbol, eine weiß-blaue Raute, ähnelt der Kennzeichnung gemäß der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgütern bei bewaffneten Konflikten und birgt deshalb Verwechslungsgefahr. Alle Plaketten, die zwischen 2012 und 2017 in Niedersachsen ausgegeben wurden – rund 400 – sollen nun innerhalb eines Jahres kostenlos ausgetauscht werden.


Querschnittsthema Digitalisierung: Neue Schwerpunktsetzung im VW-Vorab

Digitalisierung ist das prägende Querschnittsthema in Wissenschaft und Forschung. Es soll daher künftig in den Förderprogrammen des Niedersächsischen Vorab der Volkswagen-Stiftung nicht nur eine einzelne Ausschreibung zum Thema Digitalisierung geben, sondern diese wird das zentrale Element aller künftigen Förderprogramme aus den Mitteln des Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung. Vorrangiges Kriterium wird dabei der praxisorientierte Wissens- und Technologietransfer sein. Einen ersten Entwurf zur Ausschreibung „Big Data in den Lebenswissenschaften“ hat das Ministerium bereits erarbeitet; die Veröffentlichung ist für März 2018 geplant.


Zusätzliche Fördergelder: Hochschulen erhalten weitere 16 Millionen Euro aus VW-Vorab

Aus dem Niedersächsischen Vorab der Volkswagen-Stiftung sind im November 2017 weitere 16 Millionen Euro an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Niedersachsen bewilligt worden. Auf Vorschlag des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur hat das Kuratorium der Volkswagen-Stiftung unter anderem Projektmittel an die Universitäten in Hannover, Göttingen und Braunschweig vergeben. Auch eine Ausschreibung zur frühkindlichen Bildung und Entwicklung wird finanziert. Damit belaufen sich die Fördermittel im Niedersächsischen Vorab im Jahr 2017 auf insgesamt rund 74 Millionen Euro.


Digitalisierung in der Hochschulmedizin: Land fördert zeitgemäße Dateninfrastruktur

An den niedersächsischen Universitätskliniken besteht der dringende Bedarf, neue Technologien in die vorhandene digitale Infrastruktur zu integrieren und diese zu einer zeitgemäßen neuen Dateninfrastruktur für den klinischen Bereich, einem umfassenden Krankenhausinformationssystem, auszubauen. Zur Erneuerung der Informationstechnologie im Medizinbereich stellt das Land der Universitätsmedizin Göttingen und der Medizinischen Hochschule Hannover daher zusätzliche Mittel in erheblichem Umfang zur Verfügung. Allein die Universitätsmedizin Göttingen wird in den Jahren 2018 bis 2023 zusätzlich 25 Millionen Euro erhalten.


Bedarfsgerechte Studienangebote schaffen: Konzept für Digitalisierungsprofessuren vorgelegt

Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat ein Konzept für die Einrichtung von Digitalisierungs-Professuren erarbeitet. Durch die Schaffung zusätzlicher Professuren sollen bedarfsgerechte Studienangebote in den Bereichen Informatik und Informationswissenschaften zu Themenfeldern wie zum Beispiel Data Science oder IT-Sicherheit, aber auch in nicht-technischen Fächern geschaffen werden. Zugleich wird die Forschung in diesem Bereich durch die neuen Professuren nachhaltig gestärkt. Die Ausschreibung des Programms soll schnellstmöglich erfolgen.


Großer Wellenkanal des Forschungszentrums Küste: Ausbau kann starten

Der Große Wellenkanal des Forschungszentrums Küste (FZK) kann ausgebaut werden. Nach der Zustimmung des Landtags im Januar 2018 ist der Weg für den Ausschreibungs- und Baubeginn des Großprojektes am Standort Hannover-Marienwerder frei. Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat die Mittel freigegeben. Niedersachsen demonstriert mit dieser Anlage seine Stärke im Bereich der Forschung zu erneuerbaren Energien. Der Große Wellenkanal ist das Herzstück des FZK, einer gemeinsamen Einrichtung der Leibniz Universität Hannover (LUH) und der Technischen Universität (TU) Braunschweig. Im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms „Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung“ stellt der Bund rund 35 Millionen Euro für die Umsetzung des Projektes zur Verfügung. Weitere 1,5 Millionen Euro steuert das Land Niedersachsen bei.


Neues Konzept für Landesausstellungen: Große „Sachsenausstellung“ in 2019

Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat ein Konzept für neue Landesausstellungen erstellt. Geplant ist für 2019 eine große „Sachsenausstellung“ als Kooperationsprojekt zwischen dem Niedersächsischen Landesmuseum Hannover und dem Braunschweigischen Landesmuseum. Die Ausstellung soll hintereinander in Hannover und Braunschweig gezeigt werden. Es handelt sich hierbei um ein wichtiges landesgeschichtliches Thema, das auch Gegenstand internationaler Forschungen ist, an deren Spitze niedersächsische Sachsenforscher stehen.


Neue Zielvereinbarungen mit den Landesmuseen unterzeichnet: Digitale Gesamtstrategie steht im Mittelpunkt

Der Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, hat im Februar 2018 neue Zielvereinbarungen mit den niedersächsischen Landesmuseen unterzeichnet. Darin werden drei Zielsetzungen verfolgt:

  1. die Entwicklung digitaler Gesamtstrategien für alle Bereiche der Museumsbetriebe, um die Museumsarbeit zu optimieren, Serviceleistungen und die Öffentlichkeitswirksamkeit der Häuser zu verbessern.
  2. der Ausbau von vernetzten, spartenübergreifenden Angeboten, die der kulturellen Bildung und Teilhabe zu Gute kommen.
  3. eine verstärkte Drittmitteleinwerbung bei bundesweiten Kulturförderprogrammen, insbesondere interdisziplinären Projekten, um den Aktionsradius der Museen zu erweitern und noch mehr Menschen zu erreichen.


Engagement auf Bundesebene: Staatssekretärin übernimmt Vorsitz in nationalem Bildungsgremium


Die Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Dr. Sabine Johannsen, hat für dieses Jahr den Vorsitz in einem wichtigen nationalen Bildungsgremium übernommen: In der Steuerungsgruppe „Feststellung der Leistungsfähigkeit des Bildungswesen im internationalen Vergleich“ arbeiten die Länder Hand in Hand mit dem Ziel, über gemeinsame Empfehlungen die Qualität des deutschen Bildungswesens zu stärken. Die Steuerungsgruppe wurde 2007 von der Bundesregierung und den Regierungen der Länder ins Leben gerufen, um das Bildungswesen zu modernisieren. Hauptanlass war das im internationalen Vergleich unbefriedigende Abschneiden deutscher Schulen in der PISA-Studie. Zentrale Aufgaben sind die Teilnahme Deutschlands an internationalen Bildungsvergleichsstudien sowie die Koordination der Bildungsberichterstattung. Ein Schwerpunktprojekt in der ersten Jahreshälfte 2018 ist die Auseinandersetzung mit dem Bericht „Bildung in Deutschland 2018“, der im Juni veröffentlicht wird.



 
 

Dr.-Ing. Christina Krafczyk, Präsidentin des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege, und Minister Björn Thümler stellen bei einem Pressefrühstück die neue Denkmalschutzplakette vor

Artikel-Informationen

01.03.2018

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