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Renate Wagner-Redding erhält das Bundesverdienstkreuz

„Sie haben dem jüdischen Leben eine Heimat gegeben“


Für ihr langjähriges Engagement für die JüdischeGemeinschaft in Braunschweig und die christlich-jüdische Verständigung istRenate Wagner-Redding am heutigen Dienstag im Gästehaus der NiedersächsischenLandesregierung mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens derBundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Niedersachsens KulturministerinProfessor Dr. Johanna Wanka überreichte der 66-Jährigen die vom BundespräsidentenJoachim Gauck verliehene Auszeichnung.

„Bei Ihrer Arbeit verstehen Sie es immer wieder in besondererWeise, Kultur als Mittel des Dialoges zwischen den Religionen einzusetzen. Siehaben so maßgeblich dazu beigetragen, sowohl dem jüdischen Leben als auch dem interkonfessionellenGemeinschaftswesen in Niedersachsen eine Heimat zu geben“, sagte Wanka zurVerleihung des Verdienstkreuzes.

Renate Wagner-Redding ist seit 1993 Vorsitzende derJüdischen Gemeinschaft in Braunschweig und Vorstandsmitglied derJüdel-Stiftung. Seit dem Jahr 2000 gehört sie außerdem dem Vorstand desLandesverbandes der jüdischen Gemeinden an. Sie hält nicht nur die Erinnerungan die Zeit der Verfolgung jüdischer Mitbürger während des Nationalsozialismusfür wichtig, sondern vor allem setzt sie sich für die Versöhnung und dasZusammenleben von Christen, Juden und Muslimen ein.

Die gebürtige Hannoveranerin steht den 450 Mitgliederihrer Gemeinschaft, zu denen auch zahlreiche Zugewanderte gehören, stets mitRat und ganz konkreter Hilfe zur Seite. Zudem hat sich Wagner-Redding besondersum den Bau der 2006 in Braunschweig eingeweihten Synagoge verdient gemacht. Dieseist nicht zuletzt durch ihren Einsatz gleichermaßen zum religiösen Zentrum und kulturellemVeranstaltungsort geworden. Dort werden neben dem gemeinsamen Begehen vonjüdischen Feier- und Gedenktagen auch Vorträge, Ausstellungen und Konzerteangeboten, die auch immer wieder den Austausch zwischen den Religionenvoranbringen sollen.

Daneben war Renate Wagner-Redding in zahlreicheninterreligiösen Dialogveranstaltungen aktiv. So kooperierte sie mit derInitiative „Abrahams Kinder“ und wirkte 2009 an einem Musiktheater mit, dasMusik, Traditionen und Rituale der Weltreligionen rund um dieSchöpfungsgeschichte thematisierte. Daneben ist sie Ideengeberin und Beraterinvon städtischen Gedenktagen und ermöglicht Schulklassen den Besuch derjüdischen Gemeind. Sie trägt durch ihr Wirken zum besseren Verständnis der Menschen und Religionen bei.

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Artikel-Informationen

18.12.2012

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Fax: 0511/120-2601

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