Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur klar

Wissenschaftsminister zieht Fazit nach Estland-Reise

Thümler: „Digitalisierung muss auch bei uns Normalität werden“


Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, fordert einen Mentalitätswandel beim Thema Digitalisierung. „Wir müssen endlich anfangen, die Digitalisierung großer Teile unserer Lebenswelt als etwas Normales zu betrachten. Wenn wir uns weiterhin von Ängsten und Vorbehalten leiten lassen, werden wir den Anschluss verlieren. Die Esten, zum Beispiel, sind uns schon jetzt 20 Jahre voraus“, sagt Thümler zum Abschluss seines dreitägigen Aufenthalts in Estland. Der baltische Staat setze bereits seit der Jahrtausendwende konsequent auf die Einbindung digitaler Techniken im gesamten Verwaltungsapparat. Mit Erfolg: Inzwischen exportiere Estland seine E-Government-Strukturen weltweit. „Der Nutzen für die Bevölkerung wird dabei in der Kommunikation konsequent in den Mittelpunkt gestellt, die Vorteile unmittelbar erfahrbar“, so Thümler weiter. „Das heißt nicht, dass wir nicht über die Risiken des digitalen Wandels reden müssen – die Angst-Debatte darf aber nicht länger alles überlagern.“

Auch im Hinblick auf effektive Konzepte zur Förderung des Wissens- und Technologietransfers seien die Gespräche mit estnischen Regierungs- und Hochschulvertreterinnen und -vertretern äußerst aufschlussreich gewesen, betont Thümler. So sei beispielsweise in der traditionsreichen Universitätsstadt Tartu durch das konsequente Zusammenwirken von Universität, Kommune und Wirtschaft eine ideale Umgebung für die Ansiedelung von Start-ups geschaffen worden. Thümler: „Das Unternehmertum der Studierenden wird schon während des Studiums gezielt gefördert. Wenn wir auch in Niedersachsen einen neuen Gründergeist entfachen wollen, müssen wir Räume schaffen, die es erlauben, Neues auszuprobieren. Vor allem aber müssen wir akzeptieren, dass auch mal etwas schiefgeht, dass nicht jedes Start-up ein Weltkonzern werden kann. Mehr Mut ist etwas, das wir von den Esten lernen können.“

Im Rahmen seiner ersten großen Auslandsreise besuchte Thümler neben Estland zu Beginn der Woche auch die finnische Hauptstadt Helsinki. Begleitet wurde er von einer Delegation aus Mitgliedern des Niedersächsischen Landtags sowie Hochschulvertreterinnen und -vertretern.


 

Minister Björn Thümler und die estnische Ministerin für Bildung und Forschung, Mailis Reps

Artikel-Informationen

07.09.2018

Ansprechpartner/in:
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Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Tel: 0511/120-2599
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