Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur klar

Digitalisierung in Wissenschaft und Kultur

Die Wissenschaft ist zentrales Handlungsfeld und Impulsgeber für die Digitalisierung. Hier findet zuallererst Forschung und Entwicklung statt, hier werden große Datenmengen geschaffen und verarbeitet. Vernetzung und internationaler Austausch waren schon immer zentrale Elemente wissenschaftlichen Arbeitens und erhalten durch die Digitalisierung neue Möglichkeiten. Heute sind für Studierende von virtuellen Semesterapparaten über digitale Lehr-Lern-Formate bis zu digitalen Prüfungen digitale Medien längst zum Alltag geworden.

Die Entwicklung in der Wissenschaft treibt die Digitalisierung auch in anderen Bereichen voran, sie ist ein Motor für den Wissens- und Technologietransfer.

Auch in der Kultur werden digitale Angebote immer wichtiger. Sie verändern die Arbeit in kulturellen Einrichtungen und schaffen neue Zugänge und Chancen für Teilhabe, Vernetzung und Austausch.


Digitale Infrastruktur und Innovationen aus Niedersachsen

Niedersachsen verfügt mit seinen Hochschulen, mit Forschungseinrichtungen wie dem L3S und der Technischen Informationsbibliothek (TIB) in Hannover oder dem OFFIS in Oldenburg sowie mit seinen leistungsfähigen Rechenzentren und digitalisierten Bibliotheken über wichtige Ressourcen. An den Hochschulen des Landes werden zahlreiche digitale Innovationen entwickelt und umgesetzt. Beispiele sind die Produktionstechnik (Industrie 4.0) und die Fahrzeugwissenschaft, aber auch die Soziologie, die den Wandel der Arbeitswelt durch die Digitalisierung untersucht.

Große Bedeutung hat die Digitalisierung aber auch in der niedersächsischen Hochschulmedizin. Mit dem Konsortium HiGHmed aus dem UniversitätsKlinikum Heidelberg, der Universitätsmedizin Göttingen und der Medizinischen Hochschule Hannover wird die Digitalisierung der forschungsnahen Krankenversorgung vorangetrieben. Ziel ist der Aufbau von drei Medical-Data-Integration-Centers (MeDICS) für die Anwendungsfelder Onkologie, Herzversagen und Infektionskontrolle.


Digitalisierung in der Kultur

Niedersachsens Archive, Bibliotheken, Denkmalpflege und Museen haben sich die Bewahrung und Aufbereitung des kulturellen Erbes zur zentralen kulturpolitischen Aufgabe gemacht. Mit der Digitalisierung eröffnen sich hier neue und innovative Möglichkeiten der Präsentation kultureller Schätze. An der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel und der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen haben sich zwei bundesweit anerkannte Digitalisierungszentren etabliert, die bedeutende Handschriften und alte Druckwerke digital aufbereiten.

Für das Kulturerbe Niedersachsens steht unter www.kulturerbe.niedersachsen.de eine Online-Plattform zur Verfügung, die breitgefächert digitalisierte Kulturgüter in Niedersachsen für die Öffentlichkeit und die Wissenschaft nutzbar macht. Große staatliche Kultureinrichtungen wie etwa das Landesmuseum Hannover, das Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig, das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Oldenburg, die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Bibliothek Hannover, die Landesbibliothek Oldenburg, das Niedersächsische Landesarchiv aber auch kleinere Museen stellen hier ihre Objekte online.


Digitalisierung vorantreiben

Die weitere Digitalisierung bietet enorme Chancen für die zukünftige Entwicklung, wenn zugleich den damit verbundenen Risiken begegnet wird. So sind beispielsweise in der Hochschulmedizin Datensicherheit, Datenschutz und Datengovernance wichtig, um die Informationen der Patientinnen und Patienten zu schützen und Datenmissbrauch zu verhindern.

Um Niedersachsen als Forschungs- und Wissenschaftsstandort im nationalen und internationalen Wettbewerb zu stärken, sind Ausbau und Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur an den Hochschulen unerlässlich. Gemeinsam mit den Hochschulen erarbeitet das Niedersächsische Wissenschaftsministerium aktuell „Strategische Eckpunkte für eine nachhaltige Digitalisierung der niedersächsischen Hochschulen".

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