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Dr. Thomas Richter wird Direktor im Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig

Thümler: „Innovative Impulse für unser renommiertes Landesmuseum“


Das Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig bekommt einen neuen Direktor: Dr. Thomas Richter, bisher Direktor der Museen der Stadt Aschaffenburg, wird ab März 2019 diese Aufgabe übernehmen. Der promovierte Kunsthistoriker tritt damit die Nachfolge von Dr. Jochen Luckhardt an, der das Herzog Anton Ulrich-Museum seit fast 30 Jahren mit großem Einsatz leitet und Ende Februar 2019 altersbedingt aus dem Amt scheidet.

„Mit Thomas Richter haben wir einen zugleich erfahrenen wie engagierten und höchst kompetenten Fachwissenschaftler als neuen Direktor für das Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig gewinnen können“, sagt der Niedersächsische Kulturminister Björn Thümler. „Mit der Neubesetzung gewinnen wir innovative Impulse für unser renommiertes Landesmuseum – sowohl im Zusammenspiel mit den anderen Landesmuseen in Braunschweig als auch in der Kooperation mit den anderen Kultureinrichtungen in der Stadt.“

Nach Tätigkeiten an den Staatlichen Museen in Kassel, dem Hessischen Landesmuseum, den Franckeschen Stiftungen zu Halle und dem Historischen Museum in Bern leitet Richter seit 2006 die Museen der Stadt Aschaffenburg. Hier ist er verantwortlich für acht Museen und insgesamt 15 Liegenschaften.

Als Kunsthistoriker verfügt Richter über eine breitgefächerte Fachexpertise. Er ist Experte für die Kunst des Mittelalters, der Renaissance und des Barock und hat an renommierten Häusern über Malerei, Skulptur und Kunsthandwerk dieser Epochen gearbeitet. Zudem besitzt er weitreichende Erfahrungen mit großen Sonderausstellungen (zum Beispiel zum Renaissancemaler Lucas Cranach oder dem Barockbildhauer Hans Juncker). In den vergangenen Jahren zeichnete Richter unter anderem verantwortlich für die Konzeption und Umsetzung eines Museumsneubaus zum Leben und Werk des Künstlers Christian Schad, einem der bedeutenden Begründer der Moderne in Deutschland. Das Christian Schad Museum ist der erste Baustein für das neue Aschaffenburger Museumsquartier, für dessen Gesamtplanung Richter verantwortlich ist.

Richter bringt darüber hinaus weitreichende Erfahrungen im Museumsmanagement mit, insbesondere in den Bereichen Forschung, Erschließung und Digitalisierung, sowie in der Öffentlichkeitsarbeit, Bildungsarbeit und Vermittlung. Daneben nimmt er Lehraufträge wahr und ist auch über seine ehrenamtlichen Tätigkeiten in Fachorganisationen und Gremien hervorragend vernetzt.

Richter zu seiner neuen Aufgabe: „Die Potentiale in der Kooperation der 3 Landesmuseen vor dem Hintergrund des Spektrums der Wissenschaftsstadt Braunschweig und ihrer Bildungseinrichtungen sind enorm. Gemeinsam mit diesen Partnern bietet sich hier wie an kaum einem zweiten Standort in Deutschland die Basis für eine innovative, gesellschaftlich wirkungsvolle Museumsarbeit. Angesichts des rasanten Fortschritts sehe ich gerade Museen als Foren an zur Verständigung über Fragen des verantwortlichen Gestaltens unserer Zukunft. Die Tradition des Herzog Anton Ulrich-Museums als ‚Kind der Aufklärung‘ reicht dazu in einzigartiger Weise die Hand. Ich freue mich auf dieses Schatzhaus europäischer und außereuropäischer Kunst, auf das Museumsteam und darauf, mit den Menschen in Braunschweig in einen Dialog einzutreten.“


Biografisches: Dr. Thomas Richter wurde 1967 in Stuttgart geboren. Er studierte Kunstgeschichte, Bauforschung, Denkmalpflege sowie Deutsche Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg, an der Université de Haute Bretagne in Rennes sowie an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg.

Presseinformationen
Artikel-Informationen

06.07.2018

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Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
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30169 Hannover
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