Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur klar

PRO*Niedersachsen - Wissenschaftliche Veranstaltungen in Niedersachsen

Programmausschreibung


Antragsfrist: Sechs Monate vor Veranstaltungsbeginn;
Antragstellung ist erst ab 01.07.2017 wieder möglich



Das Land Niedersachsen unterstützt wissenschaftliche Veranstaltungen mit dem Ziel, die Vernetzung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, den Austausch von Forschungsergebnissen und die Entwicklung neuer Forschungsperspektiven zu fördern.

I. Fördergegenstand
Die Veranstaltungen sollen in Niedersachsen stattfinden und Themen von besonderer wissenschaftlicher Relevanz aufgreifen. Gegenstand der Veranstaltungen können sowohl fachdisziplinäre als auch interdisziplinäre Fragestellungen sein.
Eine aktive Beteiligung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird erwartet. Besonders wünschenswert sind Veranstaltungen mit einem internationalen Kontext oder zu regional verankerten Forschungsgegenständen bzw. zu forschungspolitischen Schwerpunkten in Niedersachsen.

Reguläre Lehrveranstaltungen (Seminare, Workshops, Exkursionen, Kolloquien, Summerschools etc.) werden nicht gefördert.

II. Antragsberechtigte
Antragsberechtigt sind die Hochschulen des Landes Niedersachsen gem. § 2 Niedersächsisches Hochschulgesetz (NHG) sowie vom Land institutionell geförderte Forschungseinrichtungen.
Vom Land finanzierte Museen, Bibliotheken und Archive sind antragsberechtigt, soweit sie mit einer antragsberechtigten Hochschule zusammen einen Antrag stellen.

Anträge können nur durch hauptberuflichi und unbefristet an einer der genannten Einrichtungen tätiges wissenschaftliches Personal gestellt werden. Antragsberechtigt sind auch Juniorprofessorinnen und -professoren.

III. Fördervolumen, -dauer und -beginn
Die Höhe der Förderung beträgt mindestens 2.500 Euro und maximal 20.000 Euro.

Die Förderung orientiert sich an der Anzahl der Teilnehmenden:

Bewilligung nach Anzahl
der Teilnehmenden (TN)
Euro pro TN
max.
bis 50 TN 200
51 bis 150 TN 150
über 150 TN 100







Für die endgültige Festsetzung des Zuschusses ist die tatsächliche Anzahl der Teilnehmenden maßgebend, die bei der Abrechnung zu belegen ist. Ggf. kann der Zuschuss gekürzt werden. Eine nachträgliche Erhöhung des Zuschusses nach Durchführung der Veranstaltung ist nicht möglich.

IV. Verwendung der Fördermittel
Eine Verwendung der Fördermittel ist nur für Personalausgaben und Sachausgaben möglich, die zusätzlich für die Vor- und Nachbereitung sowie die Durchführung der Veranstaltung anfallen.

Wird die Organisation der Veranstaltung (oder Teile davon) an eine Veranstaltungs-/Kongressagentur abgegeben, muss dies zwingend im Antrag angegeben und begründet werden.

Bei Beauftragung einer Veranstaltungs-/Kongressagentur muss mit dieser vereinbart werden, dass die Belege (mit Bestätigung über die Auszahlung) über die nachstehend genannten förderfähigen Ausgaben dem Antragsteller für die Abrechnung zur Verfügung gestellt werden. Außerdem muss bei der Beauftragung das Vergaberecht eingehalten werden und der Vertrag mit der Veranstaltungs-/Kongressagentur darf keine (anteilige) Abführung evtl. Überschüsse an den Antragsteller beinhalten.

Folgende sächliche Aufwendungen sind förderfähig:
  • Fahrt- und Aufenthaltskosten für aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmerii, sofern nicht durch Heimatinstitutionen abgedeckt, nach den Vorschriften des Bundesreisekostengesetzes sowie der entsprechenden niedersächsischen Ausführungsbestimmungeniii.
  • Tagungsberichterstattung (Ergebnisse sollten möglichst in open access zur Verfügung gestellt werden)
  • Raummieten, sofern externe Räume angemietet werden.
  • Verbrauchsmaterial
Nicht förderfähig sind indirekte Kosten, d.h. Kosten für durch die wissenschaftliche Veranstaltung in Anspruch genommene Infrastruktur (z.B. Raum- oder Energiekosten) und für die Mitarbeit von Personen, die nicht als Projektpersonal abgerechnet werden, sowie:
  • (Referenten-)Honorare
  • die Anschaffung von Geräten
  • Ausgaben für Abend- oder Rahmenprogramm und repräsentative Aufwendungen
  • Ausgaben für Bewirtung
V. Antragstellung
Förderanträge sind ungeheftet bzw. ungebunden
  • in zweifacher Ausfertigung
  • auf dem Dienstweg, d. h. über die Leitung der antragsberechtigten Einrichtung

zu richten an:

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Referat 12
Postfach 2 61
30002 Hannover



Folgende Unterlagen sind einzureichen:

  • Antragsformular (Anlage 1)
  • Tagungskonzept, anhand dessen die wissenschaftliche Bedeutung sowie die Zielsetzung der Veranstaltung und die Einbindung des wissenschaftlichen Nachwuchses beurteilt werden kann (max. 3 Seiten)
  • vollständiges Veranstaltungsprogramm inklusive aller Referentinnen und Referenten mit Angaben zu ihrem Fachbereich, ihrer entsendenden Einrichtung sowie ihrem Vortragsthema; hierbei ist auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis zu achten, das mindestens die jeweils fachspezifische Repräsentanz von Frauen abbildet
  • Ausgaben- und Finanzierungsplan (Anlage 2)
  • wissenschaftlicher Lebenslauf der Antragstellenden (max. 3 Seiten)
VI. Antragsfrist
Anträge können jederzeit - aber mindestens 6 Monate vor Veranstaltungsbeginn - eingereicht werden.

VII. Hinweise zum Förderverfahren
Antragstellende können nach dieser Ausschreibung und den Verwaltungsvorschriften zu §§ 23 und 44 LHO Zuwendungen im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss auf Ausgabenbasis erhalten. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht. Im Fall der Bewilligung werden die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P) Bestandteil.

Nach Abschluss ist ein Sachbericht mit Sichtvermerk der Hochschul- bzw. Geschäftsleitung vorzulegen, der über den Verlauf und die wesentlichen Ergebnisse der wissenschaftlichen Veranstaltung Auskunft gibt, d. h. auf Ausgangsfragen und Zielsetzung, Abweichungen vom ursprünglichen Konzept, erzielte Ergebnisse sowie Publikationen aus dem Projekt eingeht.

Die Abrechnung bzw. der Verwendungsnachweis ist spätestens drei Monate nach Abschluss der Veranstaltung vorzulegen. Der Zuschuss wird erst nach Vorlage der Abrechnung bzw. des Verwendungsnachweises ausgezahlt.
Zusätzlich ist eine Teilnehmerliste mit Namen, Unterschrift und Institution der Teilnehmenden vorzulegen.

VIII. Kontakt
Bei Fragen zur Programmausschreibung wenden Sie sich bitte an:

Bettina Weber
Tel. 0511/120 2523
E-Mail: bettina.weber@mwk.niedersachsen.de


iHauptberuflich ist die Tätigkeit, wenn die Arbeitszeit oder der Umfang der Dienstaufgaben min-destens der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit oder der Hälfte des durchschnittlichen Umfangs der Dienstaufgaben des entsprechenden vollbeschäftigten Personals entspricht (vgl. § 16 Abs. 1 S. 2 NHG).
iiAls aktive Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmer gelten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die einen inhaltlichen Beitrag zum Tagungsprogramm leisten (z.B. Vortrag, Ko-Referat, Posterpräsentation).
iiiFahrt- und Aufenthaltskosten können nur für aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewährt werden. Die Berechnung der entstehenden Ausgaben für Fahrt und Übernachtung erfolgt auf der Grundlage des Bundesreisekostengesetzes sowie der entsprechenden niedersächsischen Ausführungsbestimmungen. Demnach sind unter Beachtung des Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit notwendige Ausgaben für Fahrten mit den preislich günstigsten, regelmäßig verkehrenden öffentlichen Verkehrsmitteln förderfähig.

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