Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur klar

Studieren in Niedersachsen ohne Studienbeiträge

Die Studienbeiträge sind zum Wintersemester 2014/2015 wie versprochen abgeschafft worden. Damit leistet Niedersachsen einen wesentlichen Beitrag für mehr Chancengleichheit beim Hochschulzugang. Finanzielle Zugangshürden sind damit abgebaut, um mehr jungen Menschen ein Studium zu ermöglichen.

Das Land ersetzt den Hochschulen die wegfallenden Studienbeiträge zu 100 Prozent. Diese Mittel dürfen ausschließlich dafür verwendet werden, um die Qualität der Lehre und der Studienbedingungen an den niedersächsischen Hochschulen weiter zu verbessern. Das Land passt die Mittel dynamisch an die Zahl der Studierenden an.

Die Studierenden können verbindlich mitbestimmen, wie das Geld an ihrer Hochschule eingesetzt wird.

Zeitgleich mit der Abschaffung der Studienbeiträge verbessert Niedersachsen die Bedingungen für Langzeitstudierende. Überschreiten Studierende die Regelstudienzeit, müssen sie künftig erst nach sechs Semestern Langzeitstudiengebühren bezahlen, und nicht wie bisher schon nach vier Semestern. Auch werden die Erziehung von Kindern, die Pflege von nahen Angehörigen und hochschulpolitische Tätigkeit berücksichtigt. Die Gebühren werden zudem deutlich gesenkt. Die Änderungen sollen dazu beitragen, die Studienerfolgsquote zu erhöhen.


Hintergründe zu den bisher erhobenen Studienbeiträgen

Das Bildungswesen und damit auch das Hochschulrecht liegen in der Regelungskompetenz der Bundesländer. Deshalb sind auch für die Hochschulen abweichende Regelungen in den einzelnen Ländern anzutreffen - so auch beispielsweise bei der Gestaltung der Studienbeiträge.

Die niedersächsischen Hochschulen haben seit dem Wintersemester 2006/2007 von den Studierenden Studienbeiträge in Höhe von 500 Euro pro Semester erhoben. Diese Gebühren waren in Niedersachsen für sämtliche Zeiträume der Regelstudienzeit zuzüglich vier weiterer Semester vorgesehen, sofern die oder der Studierende aufgrund der gesetzlichen Regelungen nicht von der Studienbeitragspflicht befreit war oder ihnen wegen einer besonderen Härte die Zahlung der Studiengebühren erlassen wurde. Der rechtliche Rahmen war im Niedersächsischen Hochschulgesetz geregelt.


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