Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur klar

Nachwuchsförderung

Niedersachsen will den wissenschaftlichen Nachwuchs und die Gewinnung von jungen Wissenschaftlern nachhaltig unterstützen. Als erstes Bundesland hat Niedersachsen - entsprechend der Empfehlungen der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen (WKN) - ein integriertes Konzept zur Nachwuchsförderung umgesetzt. Nach erfolgreichen Anschubfinanzierungen hat sich vor allem die Einrichtung von Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren an den Hochschulen etabliert.

Intensivstudiengänge: Mit diesen Studiengängen machen die Hochschulen besonders leistungsfähigen und motivierten Studierenden das Angebot, die Studienzeit um bis zu 50 Prozent zu verkürzen. In diesen Studiengängen werden intensive Betreuung, internationale Ausrichtung und Forschungsorientierung verknüpft. Derzeit werden Intensivstudiengänge an den Universitäten Göttingen und Osnabrück angeboten.

Niedersächsisches Promotionsprogramm: Seit dem Jahr 2000 erfolgt in Niedersachsen die Förderung von Promotionsprogrammen durch das „Niedersächsische Promotionsprogramm". Nach einer landesweiten Ausschreibung werden nach wissenschaftlicher Begutachtung durch die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen (WKN) strukturierte Promotionsstudiengänge bzw. -programme zur Förderung ausgewählt. Dabei ist Voraussetzung für die Förderung, dass die Promotionsstudiengänge mit herausragenden Forschungsschwerpunkten der jeweiligen Universität verknüpft sind. Ferner muss erkennbar sein, dass sie zur Weiterentwicklung der Struktur der Graduiertenausbildung an der jeweiligen Universität beitragen werden.

Juniorprofessur: Niedersachsen war das erste Bundesland, das die Juniorprofessur eingeführt hat. Diese stellt eine Alternative zur Habilitation dar. Voraussetzungen für die Einstellung als Juniorprofessorin bzw. als Juniorprofessor sind eine hervorragende Dissertation und eine pädagogisch-didaktische Eignung. Wie in den USA können exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler direkt nach der Promotion - und damit durchschnittlich zehn Jahre früher als bisher - eigenständig forschen und lehren und auch Drittmittel einwerben.

Im Niedersächsischen Hochschulsetz (NHG) ist die Juniorprofessur mit eigenständiger Aufgabenbeschreibung und eigenen Landesregelungen für die Berufung und Bestellung verankert. Sie stellt neben der Habilitation gleichwertig einen weiteren Zugang zur Professur dar. Den Hochschulen wird damit ermöglicht, unterschiedliche Wege zur Professur anzubieten.

Die Juniorprofessur hat in Niedersachsen insbesondere in der Mathematik und in den Naturwissenschaften eine hohe Akzeptanz. 34 Prozent aller Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren sind in diesen Fächern tätig. Der Anteil der Frauen in den Fächergruppen Mathematik und Naturwissenschaften beträgt 38 Prozent.

Der Anteil der Frauen an den niedersächsischen Juniorprofessuren beträgt insgesamt 43 Prozent.

Cordie Schlegelmilch, Universität Vechta
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