Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Land startet Forschungsprojekt für klimaneutrale Wärme in sozialen Einrichtungen

Niedersachsen fördert Vorhaben mit rund 1,9 Millionen Euro


Mit rund 1,9 Millionen Euro fördert das Land Niedersachsen ein neues Forschungsprojekt des Instituts für Solarenergieforschung, das soziale Einrichtungen bei der Umstellung auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung unterstützen soll. Das Projekt EmonAS wird gemeinsam vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz gefördert.

Wissenschaftsminister Falko Mohrs: „Energieforschung muss den Menschen im Alltag nutzen. Mit diesem Projekt helfen wir Kitas, Pflegeeinrichtungen und anderen sozialen Trägern dabei, Energie zu sparen, Kosten zu senken und klimafreundlicher zu werden. Unser Ziel ist, dass die Forschungsergebnisse schnell dort ankommen, wo sie gebraucht werden: vor Ort in den Einrichtungen.“

Umweltminister Christian Meyer: „Der Klimawandel wartet nicht. Wir sind mit der Energiewende und dem Ausbau der Erneuerbaren in den vergangenen Jahren in Niedersachsen sehr gut vorangekommen und versuchen bereits mit dem Projekt ,Klimaschutz in der niedersächsischen Sozialwirtschaft‘, Einrichtungen fit für die Energiewende machen. Denn Pflegeheime, Kitas, Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung oder Jugendhilfeeinrichtungen sind auch große Verbraucher von Energie – insbesondere von Wärme. Der klimafreundlichen Gebäudeversorgung kommt in diesem Bereich also eine besondere Bedeutung zu und wird sozial verträglich gestaltet. Das neue Forschungsprojekt wird uns bestimmt sehr gute Ansätze liefern, um einen noch besseren Grundstein für sozialen Klimaschutz in Niedersachsen zu legen.“

Ziel des auf vier Jahre angelegten Projekts ist es, Wege aufzuzeigen, wie Kindertagesstätten, Pflegeeinrichtungen, Sozialstationen, Werkstätten und andere Einrichtungen der Sozialwirtschaft ihre Wärmeversorgung effizienter gestalten und schrittweise auf klimafreundliche Systeme umstellen können.

In ausgewählten Einrichtungen werden Energiedaten kontinuierlich erfasst und ausgewertet. Die Ergebnisse sollen helfen, Energieverbräuche und Kosten zu senken, die Versorgungssicherheit zu verbessern und Investitionen in moderne Heiz- und Energiesysteme besser zu planen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die genauere Ermittlung des tatsächlichen Wärmebedarfs von Gebäuden. So können Heizungsanlagen künftig passgenauer ausgelegt werden. Das vermeidet unnötige Kosten und erleichtert Sanierungen sowie die Umstellung auf erneuerbare Energien.

Hintergrund:

Projekttitel: EmonAS (Zukunftsfähige Wärme durch bilanzbasiertes Effizienzmonitoring mit Analyse in der Sozialwirtschaft Niedersachsens)

Projektlaufzeit: 2026 bis 2030

Fördervolumen: rund 1,9 Millionen Euro

Projektpartner: Institut für Solarenergieforschung Hameln/Emmerthal (ISFH) und als assoziierter Partner die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN)

Untersuchungsumfang: 20 Gebäude der Sozialwirtschaft in Niedersachsen


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Artikel-Informationen

erstellt am:
16.09.2026

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