Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Zukunftsplan für Niedersachsen: Innovationsrat legt Handlungsempfehlungen vor

Ministerpräsident Olaf Lies übernimmt Steuerung


Wie kann Niedersachsen bis 2035 zu einem international wettbewerbsfähigeren und noch attraktiveren Innovationsstandort gemacht werden? Mit dieser Frage hat sich im Auftrag der Landesregierung ein unabhängiges Expertengremium befasst und jetzt einen Zukunftsplan für Niedersachsen vorgelegt.

Die zentrale Empfehlung lautet: Weniger Gießkanne, sondern klare Fokussierung auf Zukunftstechnologien und Wachstumsbranchen, dazu zählen beispielsweise Künstliche Intelligenz und Robotik, Biotechnologien sowie Energie und Kreislaufwirtschaft.

Um die Umsetzung des Zukunftsplans voranzutreiben und innovationspolitische Maßnahmen der gesamten Landesregierung besser abzustimmen, zu fokussieren und strategisch auszurichten, wird ein ressortübergreifendes Lenkungsgremium eingerichtet. Den Vorsitz übernimmt Ministerpräsident Olaf Lies.

„Niedersachsen verfügt über hervorragende Voraussetzungen für die Technologien und Märkte der Zukunft. Der Zukunftsplan ist Empfehlung und Ansporn zugleich, um die Stärken von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik noch gezielter zu nutzen. Unser Ziel ist es, noch mehr Ideen schneller in erfolgreiche Unternehmen und gute Arbeitsplätze zu überführen. Wir wollen, dass Innovationen in Niedersachsen entstehen, hier bei uns wachsen und von hier aus international erfolgreich werden. Niedersachsen ist groß und innovationsstark“, sagt Ministerpräsident Olaf Lies.

Zur stärkeren Fokussierung zählt unter anderem, dass junge Unternehmen künftig noch stärker und konsequenter unterstützt werden sollen. Diese benötigen vor allem für ihr Wachstum einen besseren Zugang zu Kapital und Investoren. Unter dem Begriff „Scaleup-Plattform“ will das Land mit privaten Investoren und Partnern die finanzielle Förderung sowie die Bereitstellung von Kapital verbessern. Auch die Beratung von Gründungen soll intensiviert werden. Ziel ist es, Start-ups und Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen darin zu bestärken, ihre Geschäftsideen weiterzuentwickeln, Investoren zu gewinnen und neue Märkte zu erschließen.

Zugleich setzt Niedersachsen auf die Stärkung des Transfers von Forschungsergebnissen in die Praxis. Das Land verfügt in vielen Zukunftsfeldern der Hightech Agenda Deutschland über starke Forschungsstandorte, von Photonik und Quantentechnologien bis zur Bioprozesstechnik.

Wissenschaftsminister Falko Mohrs: „Niedersachsens Hochschulen und Forschungseinrichtungen leisten bereits Herausragendes. Das Beispiel Cardior zeigt, welches Potenzial in unseren Forschungseinrichtungen steckt. Aus exzellenter Forschung an der Medizinischen Hochschule Hannover ist innerhalb weniger Jahre ein international beachtetes Unternehmen entstanden. Solche Erfolgsgeschichten wollen wir künftig noch häufiger ermöglichen.“

Viele Empfehlungen des Innovationsrates finden sich bereits in laufenden Vorhaben der Landesregierung wieder. So sieht die geplante Novelle des Niedersächsischen Hochschulgesetzes unter anderem mehr Gestaltungsspielräume für Hochschulen sowie bessere Rahmenbedingungen für Ausgründungen aus der Wissenschaft vor.

Der Vorsitzende des Innovationsrates Niedersachsen, Dr. Georg Schütte, unterstreicht die Bedeutung des Zukunftsplans: „Dieser Bericht ist nicht für die Schublade. Er sagt, was zu tun ist, wer die Verantwortung trägt, und wann der Startschuss fallen muss. Mit diesem ‚Zukunftsplan‘ gibt der Innovationsrat das Signal, die Ärmel hochzukrempeln und die Erneuerungskräfte des Landes in Wissenschaft und Wirtschaft freizusetzen. Es liegt nun an der Politik und weiteren gesellschaftlichen Akteuren, diesen Impuls aufzugreifen.“

Hintergrund: Was ist der Zukunftsplan für Niedersachsen?

Der Zukunftsplan für Niedersachsen beinhaltet die Empfehlungen des unabhängigen Innovationsrates Niedersachsen. Das Land hatte das Expertengremium für einen Zeitraum von 18 Monaten eingesetzt, um konkrete Vorschläge für die zukünftige Innovations- und Wirtschaftsentwicklung des Landes zu erarbeiten. Dem Rat gehören international erfahrene Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Innovationsförderung an. Begleitet wurde die Arbeit des Innovationsrates von einem niedersächsischen Begleitgremium mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.

Der Innovationsrat hat analysiert, wie Niedersachsen seine Stärken in Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft noch besser nutzen und miteinander verknüpfen kann. Auf dieser Grundlage wurden Empfehlungen entwickelt, um Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen, Ausgründungen zu stärken und Zukunftstechnologien gezielt voranzutreiben. Diese Empfehlungen wurden im Zukunftsplan für Niedersachsen gebündelt und bilden die Grundlage für die weiteren Maßnahmen der Landesregierung.


Den Zukunftsplan können Sie hier herunterladen: https://www.volkswagenstiftung.de/zukunftsplan_innovationsrat


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Artikel-Informationen

erstellt am:
30.09.2026

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