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Wissenschaftliche Bibliotheken

Die wissenschaftlichen Bibliotheken leisten für Forschung und Lehre die zentrale Informationsversorgung an den Wissenschaftsstandorten in Niedersachsen. Hervorgegangen aus ehemaligen Fürstenbibliotheken, als historisch gewachsene Universitätsbibliothek, aber auch als Teil moderner Hochschul-Neugründungen sind die niedersächsischen Bibliotheken nach dem Konzept der "Hybriden Bibliothek" Service-Partner der Lernenden, Lehrenden und Forscherinnen und Forscher gleichermaßen. Zu den wissenschaftlichen Bibliotheken gehören auch die drei Landesbibliotheken in Hannover, Oldenburg und Wolfenbüttel.

In bibliothekarischen Fragen wird das Ministerium für Wissenschaft und Kultur vom Niedersächsischen Beirat für Bibliotheksangelegenheiten beraten und unterstützt. Nicht zuletzt dank dieser erfolgreichen und kooperativen Zusammenarbeit konnten folgende Meilensteine in der Entwicklung der wissenschaftlichen Bibliotheken erreicht werden:

Entscheidend für die Modernisierung der wissenschaftlichen Bibliotheken war die Einführung einer einheitlichen Verbundsoftware im Jahre 1991. Auf dieser Grundlage konnte 1996 durch ein Verwaltungsabkommen der Gemeinsame Bibliotheksverbund (GBV) - eine "Virtuelle Bibliothek" - der sieben Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen ins Leben gerufen werden. Für diesen Gemeinsamen Bibliotheksverbund stellt das Land Niedersachsen jährlich rund 2,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Für die Verbesserung und stetige Modernisierung der Bibliotheksservices, insbesondere beim Einsatz moderner Informationstechnologien, wird darüber hinaus jährlich ein hoher sechsstelliger Betrag in die Hard- und Softwareausstattung, Internet-Infrastruktur, digitale Medientechnologie sowie die Digitalisierung von Katalogen und Beständen investiert.

Mittel in Höhe von über 340.000 Euro jährlich zur zusätzlichen Förderung von Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten in Landes- und Hochschulbibliotheken dienen dem Erhalt wertvoller Buchbestände.

Jährlich werden 800.000 € zur Förderung des Niedersachsenkonsortiums zur Verfügung gestellt, um den wissenschaftlichen Bibliotheken durch den Erwerb entsprechender Lizenzen den Zugang zu elektronischen Fachzeitschriften zu erleichtern. Für die Jahre 2019 und 2020 werden zusätzliche Mittel bereitgestellt, um die Beteiligung Niedersachsens an dem Projekt DEAL sicherzustellen. Damit sollen auf nationaler Ebene Lizenzen für das Angebot großer wissenschaftlicher Verlage vergeben werden. Mit diesen Investitions- und Strukturmaßnahmen hat Niedersachsen einen Spitzenplatz in der Bibliothekslandschaft Deutschlands erreicht.

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