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Landesmuseen

Die niedersächsischen Landesmuseen werden zwischenzeitlich als Betriebe geführt. In den Städten Braunschweig und Oldenburg wurden die dort ansässigen Landesmuseen zu jeweils einem Betrieb zusammengeführt. Die ursprünglichen Museumseinrichtungen behalten ihre Namen.

Die Betriebe können selbstbestimmt wirtschaften und ihren Verwaltungsaufwand minimieren. Die Entscheidung, für welchen Bereich Finanzmittel aufgewendet werden, richtet sich nach den jeweiligen Bedürfnissen und nicht nach behördlichen Vorgaben. Durch diese Form der Organisation sollen die Wirtschaftlichkeit der Museen verbessert und Synergieeffekte erzielt werden. Außerdem eröffnet es den Museen die Möglichkeit, zusätzliche Einnahmen zu erzielen und für ihre Aufgaben zu nutzen.

Die Bestände dieser Häuser gehen auf vormals adlige und bürgerliche Sammlungen zurück und sind teilweise seit Jahrhunderten für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Sammlungen umfassen alle Aspekte der Kunst, Kultur, Geschichte und Natur Niedersachsens.

Niedersächsisches Landesmuseum Hannover

Als einziges beherbergt das Landesmuseum in Hannover die Bereiche Landesgalerie, Archäologie, Naturkunde mit den WasserWelten sowie den LandWelten, Völkerkunde, Münzkabinett unter einem Dach.

Die hervorragende Kunstsammlung des Hauses befindet sich in der Niedersächsischen Landesgalerie im Dachgeschoss des Hauses und beherbergt schwerpunktmäßig spätmittelalterliche Kunst und deutsche Kunst um 1900.
Da bis ins Jahr 2015 umfangreiche Umbauarbeiten stattfinden, sind Teile der einzelnen Sammlungen derzeit nicht zu sehen. In den ehemaligen Räumen der Völkerkunde haben dafür Dinosaurier, Reptilien und Amphibien Einzug gehalten. Der Glasgang mit Blick in den Innenhof widmet sich den Themen "Erdmittelalter in Niedersachsen" und "Entwicklung von Reptilien und Amphibien".

3Landesmuseen Niedersächsische Landesmuseen Braunschweig

In Braunschweig sind die unterschiedlichen Sammlungssparten in drei verschiedenen Museen untergebracht.

Das Braunschweigische Landesmuseum beherbergt weitreichende Einblicke in die Landesgeschichte und deren Beziehung zu Europa. Das Museum präsentiert seine Sammlungen im Vieweg-Haus und dem Ausstellungszentrum Hinter Aegidien - Jüdisches Museum.

Das Herzog Anton Ulrich-Museum ist das Kunstmuseum des Landes Niedersachsen. Es geht auf die Kunstsammlung des gleichnamigen Herzogs zurück, die vor fast drei Jahrhunderten begründet wurde. Zu den wertvollsten Gemälden gehören unter anderem Bilder von Giorgione, Rubens, Rembrandt und Vermeer. Das Museum wird derzeit umfassend saniert.

Das Staatliche Naturhistorische Museum ist das älteste naturkundliche Museum in Deutschland. Aufsehen erregten in den letzten Jahren Ausstellungen zu den sibirischen Mammutfunden, zu Dinosauriern und zum Thema "Sahara - Wüste lebt", die vor allem auch Familien anziehen. Beliebt ist seit Jahren eine besondere Aktion zu Ostern, bei der Kinder und Eltern das Schlüpfen von Küken beobachten können.

Niedersächsische Landesmuseen Oldenburg

Das Haupthaus des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte, das Schloss, wurde vom Land aufwändig restauriert und erstrahlt wieder im alten Glanz. Zur Sammlung gehören unter anderem Objekte zur Kunst und Kulturgeschichte sowie Volkskunde des Oldenburger Landes, Kunst und Kunsthandwerk vom Mittelalter bis zur Gegenwart, eine Galerie alter Meister und Kunst des 20. Jahrhunderts. Neben den Ausstellungsräumen im Schloss zeigt das Museum auch im Augusteum - einem im Stil der italienischen Renaissance errichteten Gebäude - seine Kunstwerke. Das Prinzenpalais dient als weiteres Ausstellungshaus für die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts.

Das Landesmuseum für Natur und Mensch bietet neben wechselnden Sonderausstellungen und einer Vielzahl von Veranstaltungen auch Forschungssammlungen zur Naturkunde, zur Archäologie und zu außereuropäischen Regionen (Ethnologie). In seinen Dauerausstellungen zu den Landschaften Nordwestdeutschlands zeigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit einem Künstlerteam eine ganzheitliche, ästhetische Form der Vermittlung.

Roms vergessener Feldzug.  

Roms vergessener Feldzug. Die Schlacht am Harzhorn.

Artikel-Informationen

Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Referat 34
Leibnizufer 9
30169 Hannover

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