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Frühjahrssitzung des Wissenschaftsrats in Wolfsburg

Der Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder zur inhaltlichen und strukturellen Entwicklung von Hochschulen, Wissenschaft und Forschung.


Seine aktuelle Frühjahrssitzung fand vom 22. bis 24. April 2026 in Wolfsburg statt.


Die Arbeitsgruppe "Wissenschaft und Demokratie"

Vor der Sitzung trafen sich am Vortag Mitglieder der Arbeitgruppe "Wissenschaft und Demokratie" mit Minister Falko Mohrs und Daniela Cavallo, Vorsitzende des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG.


Das Thema:

Deutschland steht vor tiefgreifenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen.

Ob Sicherheit, Wirtschaft, Infrastruktur oder das Gesundheits- und Sozialsystem – die Liste der notwendigen Reformen ist lang. Ohne tiefgreifende Transformation sind Wohlstand, gesellschaftlicher Zusammenhalt und demokratische Grundordnung bedroht.

Mit seiner neuen Arbeitsgruppe „Wissenschaft und Demokratie“ beschäftigt sich der Wissenschaftsrat u.a. mit der Frage, welche Rolle Wissenschaft bei den Veränderungsprozessen einnimmt und wie sie die Demokratie stärken kann.


Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Falko Mohrs:

"Die tiefgreifenden Veränderungen unserer Arbeits- und Lebenswelt bringen Chancen, aber auch spürbare Brüche mit sich. Viele Menschen und Familien erleben diese Umbrüche nicht abstrakt, sondern ganz konkret – mit Sorgen um Ausbildungsplätze, sichere Beschäftigung oder verlässliche Perspektiven für ihre Kinder.

Deshalb reicht es nicht aus, nur Ziele zu formulieren. Entscheidend ist, dass wir den Weg dorthin gemeinsam gestalten.

Veränderung darf nicht überfordern oder ausgrenzen. Weiterbildung, faire Verteilung von Chancen und soziale Absicherung sind zentrale Voraussetzungen, damit Menschen diesen Wandel mitgehen können. Wissenschaft ist dabei weit mehr als reine Bildungsproduzentin: Sie muss Orientierung geben, Übergänge mitgestalten und Räume für gesellschaftliche Verständigung öffnen. Nur wenn Institutionen Verantwortung übernehmen und Perspektiven schaffen, kann Wandel Vertrauen stärken, statt Angst zu erzeugen."


Vorsitzender des Wissenschaftsrats Wolfgang Wick:

„Wissenschaft, Politik, Gewerkschaften und Industrie müssen an einem Strang ziehen. Wir müssen innovativer werden, damit Veränderungen gelingen und sichtbar wird, dass unser demokratisches System den Herausforderungen gewachsen und international konkurrenzfähig ist. Wissenschaft kann maßgeblich hierzu beitragen. Gefragt sind nicht nur technische, sondern auch soziale Innovationen und der Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.“


Volkswagens Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo:

"Der Netzwerk-Gedanke des Wissenschaftsrats ist richtig und wichtig. Denn der tiefgreifende Wandel unserer Industrie kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten gemeinsam und abgestimmt anpacken. Dabei wird es entscheidend sein, die Umbrüche sozialverträglich und mit größtmöglicher Rücksicht auf sichere Beschäftigung zu gestalten – daran müssen auch die Arbeitgeber ein Interesse haben. Denn andernfalls geriete die Akzeptanz für den nötigen Umbau massiv in Gefahr, zum Beispiel beim unerlässlichen Jahrhundertprojekt der industriellen Dekarbonisierung. Politische Profiteure von einem solchen Akzeptanzverlust wären ausgerechnet Populisten, Wissenschaftsfeinde und Realitätsverweigerer. Auch dieses Risiko ist ein gewichtiger Grund, jetzt alle Kräfte bestmöglich zu bündeln und zusammen vorzugehen."


Die vollständige Presseinformation finden Sie auf der Webseite des Wissenschaftsrats.


Abendempfang im Phaeno


Das Land Niedersachsen richtete für die Teilnehmenden der Frühjahrssitzung zudem einen Abendempfang im Wolfsburger Wissenschaftsmuseum Phaeno aus. Eindrücke davon sowie vom Transformationsgespräch sehen Sie in der untenstehenden Bildergalerie.

Große, moderne Ausstellungshalle mit vielen Besucherinnen und Besuchern. Zwischen futuristischen Installationen, Monitoren und beleuchteten Ständen stehen Gruppen im Gespräch. Farbenfrohes Licht in Blau, Lila und Orange prägt die offene Raumstruktur.   Bildrechte: Janina Snatzke
Landesempfang im Rahmen des Wissenschaftsrats im Wolfsburger Phaeno
Drei Personen stehen in einer modern beleuchteten Ausstellungshalle vor einer technischen Demonstrationsanlage aus Metall und Glas. Eine Person erklärt das Exponat mit Handgesten, die beiden anderen beobachten aufmerksam.   Bildrechte: Janina Snatzke
Landesempfang im Rahmen des Wissenschaftsrats im Wolfsburger Phaeno
Bühnenaufnahme einer Tanzperformance: Mehrere Tänzerinnen und Tänzer in schwarzen, ärmellosen Kostümen stehen gestaffelt auf dunkler Bühne. Die vordere Person geht in die Hocke, die Arme waagerecht vor dem Körper, blaues Licht beleuchtet die Szene   Bildrechte: Janina Snatzke
Landesempfang im Rahmen des Wissenschaftsrats im Wolfsburger Phaeno
Landesempfang Wissenschaftsrat   Bildrechte: Janina Snatzke
Das Wolfsburger Phaeno
Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Falko Mohrs in Wolfsburg   Bildrechte: Matthias Leitzke
Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Falko Mohrs
Volkswagens Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo beim Transformationsgespräch des Wissenschaftsrats   Bildrechte: Matthias Leitzke
Volkswagens Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo beim Transformationsgespräch des Wissenschaftsrats
Soziologin Jutta Allmendinger beim Transformationsgespräch mit dem Wissenschaftsrats   Bildrechte: Matthias Leitzke
Soziologin und Mitglied des Wissenschaftsrats Dr. Jutta Allmendinger
Transformationsgespräch im Rahmen der Frühjahrssitzung des Wissenschaftsrats in Wolfsburg   Bildrechte: Matthias Leitzke
Transformationsgespräch im Rahmen der Frühjahrssitzung des Wissenschaftsrats in Wolfsburg
Gruppenbild vom Transformationsgespräch mit dem Wissenschaftsrat in Wolfsburg   Bildrechte: Matthias Leitzke
Die Teilnehmenden des Transformationsgesprächs vor der Frühjahrssitzung des Wissenschaftsrats
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