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Niedersachsen erfolgreich beim Bund-Länder-Professorinnenprogramm

Thümler: „Gemeinsam chancengerechte Strukturen für einen zukunftsfähigen Wissenschaftsbetrieb zu entwickeln“



Großer Erfolg für die niedersächsischen Hochschulen in der dritten Phase des Bund-Länder-Professorinnenprogramms: 15 Hochschulen, die sich mit ihren Zukunftskonzepten zur Gleichstellung um eine Förderung beworben hatten, wurden in den ersten beiden Runden durch ein externes wissenschaftliches Expertinnen- und Expertengremium positiv bewertet. Die Hochschulen haben nun die Möglichkeit, bis zu drei neue Professorinnen zu berufen, und erhalten hierfür eine Anschubfinanzierung in Höhe von bis zum 165.000 Euro jährlich für fünf Jahre. Bundesweit hatten sich 182 Hochschulen beworben; davon waren 139, also 76,4 Prozent, erfolgreich. Die Erfolgsquote für Niedersachsen liegt bei 83,3 Prozent.

„In Niedersachsen forschen und lehren herausragende Wissenschaftlerinnen. Die ausgezeichneten Hochschulen zeigen, dass es sich lohnt, gemeinsam chancengerechte Strukturen für einen zukunftsfähigen Wissenschaftsbetrieb zu entwickeln“, so der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler. „Ich gratuliere den niedersächsischen Hochschulen zu diesem bundesweiten Erfolg.“

Die Universitäten Göttingen, Hannover, Lüneburg und Osnabrück sowie die Hochschule Osnabrück gehören zudem zu den insgesamt 20 Hochschulen, deren Konzept für die Personalentwicklung und -gewinnung auf dem Weg zur Professur als hervorragend bewertet wurde und zusätzlich mit dem Prädikat „Gleichstellung Ausgezeichnet!“ gewürdigt werden. 25 Prozent der bundesweit ausgezeichneten Hochschulen kommen damit aus Niedersachsen. Diese Auszeichnung gibt ihnen die Möglichkeit, die Förderung einer vierten Erstberufung einer Frau in Anspruch zu nehmen.

Darüber hinaus stellt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Rahmen des Programms „Professorinnen für Niedersachsen“ bis 2025 insgesamt 7 Millionen Euro aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung zur Verfügung, um besonders qualifizierte Professorinnen für die Hochschulen in Niedersachsen zu gewinnen.

Folgende niedersächsische Hochschulen werden im Bund-Länder-Programm gefördert:

Erste Runde:

Technische Universität Braunschweig, Universitätsmedizin Göttingen, Medizinische Hochschule Hannover, Universität Lüneburg, Universität Oldenburg, Universität Osnabrück,

Zweite Runde:

Universität Göttingen, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Leibniz Universität Hannover, Stiftung Universität Hildesheim, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Hochschule Emden/Leer, Hochschule Hannover, Hochschule Osnabrück, Jade Hochschule

Hintergrund:

Bereits in den beiden vorangegangen Phasen des Professorinnenprogramms 2007 bis 2012 sowie 2012 bis 2017 waren die niedersächsischen Hochschulen besonders erfolgreich: Alle niedersächsischen Hochschulen hatten sich beworben; alle Hochschulen wurden mit ihren Gleichstellungskonzepten und Dokumentationen positiv evaluiert. Insgesamt wurden so insgesamt 70 Professuren an niedersächsischen Hochschulen gefördert. Mit rund 15 Prozent konnte Niedersachsen im Bundesvergleich einen überproportionalen Anteil an Fördermitteln erzielen.

Aktuell (Stand 01.12.2017) sind an niedersächsischen Hochschulen 25,8 Prozent der Professuren mit Frauen besetzt (bundesweit: 24,1 Prozent). Auch bei den C4/W3-Professuren liegt Niedersachsen vorne: Hier beträgt der Frauenanteil 21,0 Prozent (bundesweit: 19,9 Prozent).

Presseinformationen
Artikel-Informationen

08.11.2019

Ansprechpartner/in:
Pressestelle MWK

Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibnizufer 9
30169 Hannover
Tel: 0511/120-2599
Fax: 0511/120-2601

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