Niedersachsen setzt als erstes Bundesland die Anregung des Wissenschaftsrates um, verstärkt Maßnahmen zur Förderung von Chancengleichheit zu ergreifen, um langfristig die Qualität von Wissenschaft und Forschung in Deutschland sicherzustellen.
"Gleichstellung ist ein wesentliches Element des Qualitätsmanagements an Hochschulen und erhöht deshalb die Wettbewerbsfähigkeit", erklärte der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, anlässlich des Starts der "Dialoginitiative Gleichstellung und Qualitätsmanagement an Niedersächsischen Hochschulen".
In der "Gemeinsamen Erklärung" vom 16.10.2007 haben Minister Stratmann, der Vorstand der Landeshochschulkonferenz Niedersachsen (LHK) und der Vorstand der Landeskonferenz Niedersächsischer Hochschulfrauenbeauftragter (LNHF) vereinbart, den Dialog über Gleichstellungspolitik sowie ein gemeinsames strategisches Vorgehen zu intensivieren. Themenschwerpunkten sind insbesondere: Qualitätsmanagement und Personalmanagement, Integration von Genderaspekten in Lehre und Forschung sowie Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie.
In einem Workshop am 15.05.2008 wurde zum Auftakt der Dialoginitiative das Themenfeld von den Hochschulleitungen sowie den Gleichstellungsbeauftragten mit hochrangigen Referentinnen und Referenten erörtert. Einleitend fokussierte Professor Strohschneider, Vorsitzender des Wissenschaftsrates, unter dem Motto "Den Wandel organisieren!" die Relevanz des Themas Gleichstellung für die dynamische Entwicklung der Hochschulen.
Es ist ein Forum Gleichstellung und Qualitätsmanagement an Niedersächsischen Hochschulen, besetzt mit je drei VertreterInnen von LHK, LNHF und Ministerium, gegründet worden. Im Rahmen eines Benchmarking-Verbundes Chancengleichheit werden die niedersächsischen Hochschulen gemeinsame Standards entwickeln sowie ein regelmäßiges Monitoring zur Chancengleichheit an den niedersächsischen Hochschulen durchführen.