OSNABRÜCK. Das Sportzentrum der Universität Osnabrück wird in diesem Jahr baulich erweitert. Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann gab am 01.02.2010 den Startschuss für die Aufstockung des eingeschossigen Gebäudes in der Jahnstraße. In die neuen Räume soll die Forschungsstelle Bewegung und Psychomotorik des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe) unter der Leitung von Prof. Dr. Renate Zimmer einziehen. "Mit dieser baulichen Erweiterung setzen wir ein sichtbares Zeichen für die dauerhafte Etablierung des nifbe in Niedersachsen und geben diesem innovativen Institut auch baulich ein eigenes Gesicht", so Stratmann.
Der Bau kostet knapp eine Million Euro, wovon 250.000 Euro von der Universität Osnabrück und rund 750.000 Euro vom Land getragen werden. Rund 300 Quadratmeter Fläche für Büros und Besprechungsräume sind in dem Erweiterungsbau geplant.
Universitätspräsident Prof. Dr.-Ing. Claus Rollinger wies auf den "zentralen gesellschaftlichen Stellenwert der frühkindlichen Bildung und Entwicklung hin, der sich in vielen Facetten am Universitätsstandort Osnabrück widerspiegele." Dazu trage auch die gerade erfolgte Besetzung der Professur und nifbe-Forschungsstelle Elementarpädagogik mit Prof. Dr. Hilmar Hoffmann bei.
Volle Fahrt aufgenommen haben inzwischen die drei Forschungsstellen des nifbe. Die fünf Professorinnen und Professoren arbeiten mit ihren wissenschaftlichen Mitarbeitern derzeit an 20 Einzelprojekten zur Begabungsförderung, zur Bewegung, Wahrnehmung und Psychomotorik sowie Entwicklung von Kindern. "In den ersten Jahren werden die entscheidenden Grundlagen für die zukünftigen Bildungs- und Berufschancen unserer Kinder gelegt", so Minister Stratmann. "Das stellt uns vor gewaltige Herausforderungen, zu deren Bewältigung das nifbe durch Vernetzung, Transferprojekte und Forschung einen wichtigen Beitrag leistet."
Neben den Forschungsstellen haben sich auch die regionalen Netzwerke des nifbe im Flächenland Niedersachsen unter erfreulich intensiver Mitwirkung der Kommunen etabliert. "Sie fördern vor Ort den zielgerichteten Dialog der vielen verschiedenen Akteure aus dem Bereich der frühkindlichen Bildung und Entwicklung – von den Erzieherinnen, über die Fachberatungen, Fachschulen und Weiterbildungseinrichtungen bis hin zu den Hochschulen", so Zimmer.