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Grandiose Silberschätze: Prunkmöbel und Medaillen der Welfen in Braunschweig

Leihgabe von Schloss Marienburg im HAUM der Öffentlichkeit zugänglich


Gleich zwei neue Dauerausstellungen präsentiert das Herzog Anton Ulrich-Museum ab dem 11. Mai 2022 in Braunschweig: die Silbermöbel und die Silbermedaillen der Welfen. Beide verweisen auf den „Schatz aus der Tiefe“ des Harzes, das Silber. Jahrhundertelang war dieser kostbare Rohstoff eine der wichtigsten Grundlagen des Wohlstands der Region rund um die höchsten Erhebungen Norddeutschlands.

Die Silbermöbel von Schloss Marienburg sind bis heute Eigentum des Welfenhauses. Die Dauerausstellung im Herzog Anton Ulrich-Museum ist Teil der Lösung, die Minister Björn Thümler und Ernst August Erbprinz von Hannover für die Zukunft der Marienburg und ihres einzigartigen Inventars gefunden haben. Während das Schloss saniert wird, können Spitzenstücke wie die Silbermöbel nicht auf der Marienburg gezeigt werden: „Trotzdem war es mir wichtig, dass dieses besondere Kulturerbe meiner Familie durchgehend öffentlich zugänglich bleibt“, betont der Eigentümer, Erbprinz von Hannover. „So kamen wir auf die Idee, diese Spitzenstücke während der Sanierung als Leihgabe in einem Landesmuseum zu zeigen. Kein Haus eignet sich dafür besser als das Herzog Anton Ulrich-Museum. Die Silbermöbel sind hannoversches und braunschweigisches Kulturerbe“, ergänzt Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

„Die Silbermöbel haben aufgrund ihrer herausragenden Qualität und ihrer Bedeutung für das Selbstverständnis des Welfenhauses die Jahrhunderte überdauert. Sie setzten bereits die Zeitgenossen in Erstaunen und begeistern uns heute als einzigartige Zeugnisse für die Gipfelhöhen der Kunst in der europäischen Epoche des Barock“, so Museumsdirektor Dr. Thomas Richter.

Das Welfenhaus hat Nordwestdeutschland vom 12. Jahrhundert bis zum Ende der Monarchie 1918 stärker als jede andere Dynastie geprägt. Davon zeugen sowohl die Silbermedaillen aus der Münzforschungssammlung der Braunschweigischen Landessparkasse als auch eines der weltweit bedeutendsten Möbel-Ensembles des Barock – die Silbermöbel von Schloss Marienburg. Dieses absolut Highlight europäischer Möbelkunst hat eine abenteuerliche Geschichte hinter sich, die in der neuen Dauerausstellung anschaulich nachgezeichnet wird. In den 300 Jahren seit ihrer Entstehung waren sie unter anderem in Wien, Braunschweig, London und Hannover oder auch in Windsor Castle und schließlich auf der Marienburg an der Leine zu sehen. Sie teilten das Auf und Ab in der Geschichte sowohl der älteren Welfenlinie in Braunschweig, als auch der jüngeren in Hannover und London. So werden sie zur Projektionsfläche historischer Brüche und Kontinuitäten seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts.

Die zweite neue Dauerausstellung zeigt herausragende welfische Silbermedaillen aus der Münzforschungssammlung der Braunschweigischen Landessparkasse. Ihre Entstehungsgeschichte ist so aktuell wie nie: die Prägung der kunstvollen Medaillen diente nicht zuletzt der Inflationsbekämpfung, die im 16. Jahrhundert aufgrund der importierten Edelmetalle aus dem kolonialisierten Südamerika nötig wurde.

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Artikel-Informationen

erstellt am:
10.05.2022

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