Vernetzen Sie sich mit uns!
Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur ist in folgenden Social-Media-Kanälen präsent. (Hinweis: Mit einem Klick auf eins der Banner verlassen Sie unsere Website.)
REISESTIPENDIUM Europa in Niedersachsen 2026
Rumänische Künstlerin Ana Maria Szollosi setzt künstlerisches Vorhaben in Niedersachsen um
Die rumänische Künstlerin Ana Maria Szollosi erhält das REISESTIPENDIUM Europa in Niedersachsen 2026 der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur. Sie ist nach der spanischen Künstlerin Asunción Molinos Gordo bereits die zweite Künstlerin, die im Rahmen des 2021 ins Leben gerufenen Reisestipendiums für mehrere Monate in Niedersachsen leben und an einem künstlerischen Vorhaben arbeiten wird. Angesiedelt ist das Reisestipendium im Kunstverein Springhornhof in Neuenkirchen, wo eine Atelierwohnung zur Verfügung gestellt wird. Hier wird im Herbst 2026 auch eine Ausstellung mit im Rahmen des Reisestipendiums entstandenen Arbeiten von Ana Maria Szollosi zu sehen sein.
Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur: „Unsere Demokratie braucht Zusammenhalt, Neugier und Offenheit – und genau hier entfaltet Kultur ihre besondere Kraft. Sie bringt Menschen zusammen, eröffnet neue Denk‑ und Erfahrungsräume und stärkt den europäischen Austausch. Mit dem REISESTIPENDIUM Europa in Niedersachsen fördern wir genau diese Vernetzung. Ich bin gespannt auf die Impulse, die Ana Maria Szollosi in die niedersächsische Kunstszene einbringen wird, und wünsche ihr eine inspirierende Zeit in Niedersachsen.“
Johannes Janssen, Stiftungsdirektor der Niedersächsischen Sparkassenstiftung: „Wir freuen uns, dass die rumänische Künstlerin Ana Maria Szollosi das Reisestipendium auf dem Springhornhof antreten wird, auch weil wir damit die hervorragende Arbeit eines Kunstvereins im ländlichen Raum unterstützen können. Der Preisträger des SPRENGEL PREIS 2025 Sven-Julien Kanclerski hat uns mit seinen Reisen nach Rumänien und der daraus entstandenen Ausstellung „The Universal (Trumpets starting to play)“ neue Perspektiven auf das osteuropäische Land eröffnet. Das Reisestipendium für Ana Maria Szollosi ist mehr als ein „Gegenbesuch“: In einer Zeit, in der das Konstrukt Europa immer fragiler und dabei doch zunehmend wichtiger wird, ist die Auseinandersetzung mit und die Offenheit für unsere unterschiedlichen Sichtweisen geradezu Grundlage für den Fortbestand des innereuropäischen Zusammenhalts.“
In der Jurybegründung heißt es: „Ana Maria Szollosi arbeitet in den Medien Malerei, Zeichnung und Fotografie. Ihre Werke charakterisiert eine eigene Formensprache zwischen Figuration und Abstraktion, in der sie Erinnerungen und subjektive Wahrnehmungen in farbintensive Bildräume übersetzt. Im Mittelpunkt ihres Interesses steht, wie Architektur, Landschaft und menschliche Präsenz Räume formen – nicht als statische Orte, sondern als gelebte, erinnerte und immer wieder neu interpretierte Erfahrungsräume.
Diese Themen prägen auch ihr Vorhaben im Rahmen des REISESTIPENDIUMs Europa in Niedersachsen mit dem Titel „The Silent Memory of Place“. In der Lüneburger Heide sowie an weiteren Orten Niedersachsens wird Ana Maria Szollosi untersuchen, wie in Architektur und Landschaft Spuren von Zeit, Raum und Erinnerung sichtbar werden können. Aus diesen künstlerischen Recherchen entwickelt sie Gemälde, Zeichnungen und Fotografien, die in einer Ausstellung im Kunstverein Springhornhof in Neuenkirchen präsentiert werden.
Die starke Ortsbezogenheit des Projekts sowie die Auseinandersetzung mit einem in Zeiten räumlicher und zeitlicher Umbrüche hochaktuellen Thema haben die Jury einstimmig beeindruckt und überzeugt.“
In ihrem Konzept schreibt Ana Maria Szollosi, das Reisestipendium biete ihr die Möglichkeit, „(…) aufmerksam zu beobachten und meine künstlerischen Fragen zu Erinnerung, Wahrnehmung und Raum mit einem neuen kulturellen und geografischen Kontext zu verbinden. Ich glaube, dass diese Begegnung mit der Landschaft und Architektur Niedersachsens neue Wege in meiner Arbeit eröffnen und mein Verständnis dafür vertiefen wird, wie wir die Räume, die uns prägen, erleben und verinnerlichen.“
Ana Maria Szollosi wurde 1994 in Timişoara geboren und studierte von 2013 bis 2018 Malerei an der Faculty of Arts and Design, West University of Timişoara (BA/MA). Auslandserfahrungen sammelte sie im Rahmen von Erasmus-Austauschprogrammen am Polytechnischen Institut Bragança in Portugal, an der Jan-Matejko-Akademie der Schönen Künste in Polen und an der Aristoteles-Universität in Thessaloniki, Griechenland. Ihre Arbeiten wurden bereits in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, zurzeit ist sie mit einer Einzelausstellung in der Kunsthalle Bega in Timişoara vertreten.
Alina Cristescu und Liviana Dan, Kuratorinnen der Kunsthalle Bega, haben Ana Maria Szollosi und sechs weitere Künstlerinnen und Künstler aus Rumänien für das REISESTIPENDIUM vorgeschlagen. Nach Sichtung der Bewerbungen hat eine fünfköpfige Jury aus Niedersachsen sich für Ana Maria Szollosi entschieden.
Die Ausstellung zu Ana Maria Szollosis Projekt „The Silent Memory of Place“ wird von Bettina v. Dziembowski, Leiterin des Kunstverein Springhornhof, kuratiert und am 26. September 2026 im Kunstverein Springhornhof in Neuenkirchen eröffnet. Während der Laufzeit der Ausstellung erscheint ein Katalog.
Jury des REISESTIPENDIUMS:
- Meike Behm, Direktorin, Kunsthalle Lingen
- Birte Heier, ehem. Co-Leiterin, Kunstverein Langenhagen
- Bettina v. Dziembowski, Künstlerische Leiterin, Kunstverein Springhornhof
- Nikola Pfaff, Referentin, Ministerium für Wissenschaft und Kultur
- Ulrike Schneider, Referentin für Bildende Kunst, Niedersächsische Sparkassenstiftung
Das REISESTIPENDIUM Europa in Niedersachsen wird seit 2021 alle zwei Jahre von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und dem Land Niedersachsen im Wechsel mit dem SPRENGEL PREIS vergeben, um den Kulturaustausch in Europa zu fördern. Es ermöglicht europäischen Künstlerinnen und Künstlern, für die Dauer von bis zu sechs Monaten in Niedersachsen zu leben und zu arbeiten. Das REISESTIPENDIUM Europa in Niedersachsen ist mit 10.000 Euro dotiert. Darüber hinaus stellen das Land Niedersachsen und die Niedersächsische Sparkassenstiftung Mittel in Höhe von 15.000 Euro für eine Ausstellung im Kunstverein Springhornhof und 6.500 Euro für einen begleitenden Katalog zur Verfügung. Über die Vergabe des REISESTIPENDIUMS entscheidet eine Jury.
Artikel-Informationen
erstellt am:
11.02.2026
Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibnizufer 9
30169 Hannover
Tel: 0511/120-2599
Fax: 0511/120-2601

