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Wissenschaftsallianz mit Israel
Vier Millionen Euro für acht Kooperationsprojekte
Niedersachsen und Israel arbeiten enger zusammen. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie die VolkswagenStiftung fördern die Kooperation von israelischen und niedersächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit rund vier Millionen Euro.
Insgesamt werden acht herausragende gemeinsame Forschungsprojekte im Bereich der Lebenswissenschaften gefördert. Die Mittel stammen aus zukunft.niedersachsen, dem gemeinsamen Förderprogramm des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung.
„Die Forschungsförderung zwischen Niedersachsen und Israel verbindet zwei starke Wissenschaftslandschaften. Gemeinsam wollen wir Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft entwickeln. Neben dem wissenschaftlichen Mehrwert setzen wir damit auch das deutliche Signal: Wir stehen solidarisch an der Seite unserer Partnerinnen und Partner in Israel. Ich bin sicher, dass die vertiefte Zusammenarbeit auch außerhalb von Laboren und Seminarräumen insbesondere junge Forschende einander näherbringt. Wir wollen die tiefe Verbundenheit zwischen Niedersachsen und Israel weiter mit Leben füllen“, sagt Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs.
Die geförderten Projekte decken ein breites Spektrum zukunftsweisender Biomedizin ab: Sie reichen von der Erforschung grundlegender Stoffwechsel‑ und Immunprozesse in mikrobiellen Symbiosen bis hin neuen Therapieansätzen für das Zwerchfell, die entwickelt werden sollen. Weitere Schwerpunkte liegen auf dem Einfluss mütterlicher Mundgesundheit auf die frühe Immunentwicklung, zentralen Netzwerken im Gehirn für die motorische Anpassung sowie embryoähnlichen Modelle aus Stammzellen, um frühe Blut- und Gefäßsysteme besser zu verstehen. Ergänzt wird die Auswahl durch neue Strategien, um biochemische Mechanismen in bestimmten Enzymen zu steuern sowie vergleichende Studien zu neuronalen Grundlagen sozialen Verhaltens bei Primaten.
Seit 1977 unterstützen das Ministerium und die Stiftung mit der gemeinsamen Initiative „Forschungskooperation Niedersachsen – Israel“ den wissenschaftlichen Austausch zwischen niedersächsischen und israelischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Das Programm ist in die drei Fachgruppen „Geistes- und Sozialwissenschaften“, „Bio- und Lebenswissenschaften, Medizin“ sowie „Naturwissenschaften, Mathematik, Ingenieurwissenschaften“ aufgeteilt, die im jährlichen Wechsel gefördert werden. In der aktuellen Ausschreibungsrunde waren Forschungsvorhaben der Fachgebiete Lebenswissenschaften an der Reihe. Seit letzten Jahr beträgt die Förderdauer vier statt zuvor drei Jahre, die maximale Fördersumme liegt bei 500.000 Euro pro Forschungsprojekt.Folgende Kooperationsprojekte werden 2025 gefördert:
Alfred Wegener Institut (Bremerhaven); Weizmann Institute of Science:
Resolving metabolic and immune mechanisms in protozoan endosymbiosis (REIME)
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (Braunschweig);
Hebrew University of Jerusalem:
Elucidating the Mechanisms by Which Maternal Periodontitis Shapes
Immune Development Along the Oral-Gut Axis
Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften (Göttingen);
Tel Aviv University: Multi-pronged innovative approaches to harness
allostery in HECT ubiquitin ligases
Deutsches Primatenzentrum Göttingen; Weizmann Institute of Science:
Neural representations of social value across primate species
Universität Göttingen; Technion-Israel Institute of Technology:
Towards a regenerative therapy for the diaphragm
Universitätsmedizin Göttingen; Deutsches Primatenzentrum Göttingen;
Hebrew University of Jerusalem: Redefining the “motor” thalamus:
parallel thalamocortical circuits for sensorimotor adaptation in
health and disease
Medizinische Hochschule Hannover; Weizmann Institute of Science:
Naïve Pluripotent Stem Cell-based Embryo-Like Models –
Tracing Human Intra- and Extraembryonic Hemato-Endothelial Ontogeny
Universität Hannover; Tel Aviv University:
Unravelling Gibberellin Glucosylation as an Overlooked Layer of
Plant Hormone Regulation
Artikel-Informationen
erstellt am:
12.02.2026
Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
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