Die positiven Erfahrungen der EXPO 2000 in Hannover haben zu einer Vielzahl interkultureller Kontakte und zum Gewinn an Weltoffenheit und Liberalität geführt. Das Land Niedersachsen hat u. a. durch die Förderung der kulturellen Zusammenarbeit mit dem Ausland, aber auch durch die Unterstützung von Kulturinstitutionen und Initiativen befreundeter Nationen diese Kontakte bewahrt und verstärkt. Das Interesse an kulturellem Austausch mit Niedersachsen ist in den letzten Jahren spürbar gewachsen.
Die erfolgreiche Politik der Internationalisierung an und mit den niedersächsischen Hochschulen wird von der niedersächsischen Landesregierung konsequent geführt. Nach der stürmischen Phase der quantitativen Zunahme internationaler Kontakte, insbesondere aber der Zahl ausländischer Studierender (insbesondere aus China), geht es nunmehr zunehmend um die Qualität internationaler Kooperationen in Lehre, Forschung und Kultur, um Schwerpunkte und um Profilbildung. Internationalisierung und Europäisierung wurden als zentrales Qualitätskriterium den Ziel- und Leistungsvereinbarungen zwischen niedersächsischen Hochschulen und dem MWK verankert. Dies sichert die Verbindlich- und Nachhaltigkeit internationaler Programme, die Bildung von Schwerpunkten, die Koordinierung von Strategien sowie die Nutzung von Synergien. Die Umstrukturierung bzw. weitere Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen an niedersächsischen Hochschulen (Bologna-Prozess) wird fortgeführt und im Studienangebot der niedersächsischen Hochschulen implementiert - auch um die internationale Kompatibilität zu garantieren.
Die Beziehungen des Landes Niedersachsen zu den Partnerregionen in Polen (Woiwodschaft Dolnoslaskie / Niederschlesien und Woiwodschaft Wielkopolskie / Großpolen), Russland (Gebiet Perm und Gebiet Tjumen), Frankreich (Haute Normandie), Südafrika (Provinz Eastern Cape) und der VR China (Provinz Anhui) wurden ausgebaut. Im Rahmen dieser partnerschaftlichen Zusammenarbeit werden ebenfalls kulturelle und wissenschaftliche Projekte gefördert. Weitere Informationen zu den internationalen Beziehungen des Landes Niedersachsen finden Sie hier.
Kulturelle Zusammenarbeit mit dem Ausland:
Durch den kulturellen Austausch und das gemeinsame Arbeiten von Künstlern und Amateuren werden gute Einblicke in die verschiedenen Gesellschaftsstrukturen und Kulturen ermöglicht. Projekte mit internationalem Charakter werden vom Land Niedersachsen unterstützt. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass eine Vielzahl von Projekten / Kooperationen / Austauschen ohne öffentliche Förderung auskommt und dank privater Initiativen möglich sind. So leistet Niedersachsen insgesamt seinen Beitrag zum zusammenwachsenden Europa, zu einem bürgernahen "Europa der Regionen" und zur internationalen Verständigung .
Kultureinrichtungen und Initiativen befreundeter Nationen:
Durch eine Vereinbarung zwischen der niedersächsischen Landesregierung und der Staatlichen Erziehungskommission der VR China wurde 1997 das Chinesische Zentrum Hannover e.V. gegründet. In der Anlaufphase wurde das Chinesische Zentrum Hannover e.V. durch eine Anschubfinanzierung durch das Land Niedersachsen gesichert, die VR China beteiligt sich bis heute durch die Entsendung von chinesischen Lehrkräften an der Etablierung . Heute ist das Chinesische Zentrum Hannover e.V. als "Dienstleister" mit großem Erfolg tätig. Darüber hinaus ist es gelungen, ein Konfuzius-Institut in Hannover unter dem Dach des Chinesischen Zentrums anzusiedeln.
Wissenschaftliche Zusammenarbeit:
Niedersächsische Hochschulen haben in den vergangenen Jahren mit großem Engagement und Unterstützung des MWK ihre Kooperationsbeziehungen mit ausländischen Hochschulen ausgeweitet und qualifiziert. Unter anderem wird die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland mit Landesmitteln unterstützt (Zuschüsse zu Aufenthalts- bzw. Reisekosten für Wissenschaftler).
Im Rahmen des Ausbaus der Hochschul- und Wissenschaftsbeziehungen wurden auch die Kontakte zum Niederländischen Nachbarland intensiviert und gemeinsam mit Flandern, Nordrhein-Westfalen und Bremen die grenzüberschreitende Hochschulkooperation (GRECO) mit Leben erfüllt. Ein Schwerpunkt im Wissenschaftsbereich sind die Kooperationen mit chinesischen Hochschulen, zum Teil seit mehr als 20 Jahren, die bereits zu gemeinsamen Studienprogrammen und Doppelqualifikationen geführt haben.
Eine Besonderheit bilden auch die Beziehungen des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur zum Lettischen Bildungsministerium und Kooperationen von niedersächsischen Hochschulen mit lettischen Hochschulen.
Für ein erfolgreiches Marketing wurden von den niedersächsischen Hochschulen in Zusammenarbeit mit dem MWK mehrsprachige Werbematerialien erstellt, die weltweit verteilt wurden. Darüber hinaus sind alle niedersächsischen Hochschulen im Internet auch in englischer Sprache präsent und beteiligen sich an internationalen Bildungsmessen.
Programm "Willkommen in Niedersachsen" (WIN)
Das Programm "Willkommen in Niedersachsen" wurde für die Hochschulen aufgelegt und finanziert. Daraus werden insbesondere Maßnahmen der Hochschulen gefördert, die zum Ziel haben, ausländische Studierende zur Aufnahme des Studiums an einer niedersächsischen Hochschule zu bewegen und sie zu Beginn ihres Aufenthaltes besonders zu begleiten und zu unterstützen. Darüber hinaus können innovative Maßnahmen der internationalen Zusammenarbeit im Einzelfall gefördert werden.
Programm "Förderung des Erlernens kleiner europäischer Sprachen"
Dieses Programm wurde aufgelegt vor dem Hintergrund des Zusammenwachsens Europas. Die Angebote an Hochschulen orientieren sich im Wesentlichen an den gebräuchlichsten europäischen Sprachen sowie an denen, die bei speziellen Hochschulkooperationen sinnvoll sind. Schnell vernachlässigt werden dabei die sog. "kleinen europäischen Sprachen", z.B. diejenigen der jüngeren EU-Mitgliedstaaten. Gefördert werden Intensivsprachkurse der Hochschulen zum Erlernen einer der "kleinen europäischen Sprachen" ; das Angebot ist begrenzt auf die Sprachräume Baltikum, Anrainerstaaten Deutschlands sowie Süd-Ost-Europa.
Handlungsprogramm Integration - Integrationsfeld Hochschule
Das "Handlungsprogramm Integration" der niedersächsischen Landesregierung bezieht auch den Hochschulbereich ein. Dabei geht es insbesondere um die Erhöhung des Anteils der sogen. "Bildungsinländer" an den Studierenden in Niedersachsen, um die Verbesserung der Studienmotivation und der Betreuung von Studierenden mit Migrationshintergrund sowie um gezielte, interkulturell ausgerichtete Studienangebote.
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