In den vergangenen Jahren hat sich Frauen- und Genderforschung insbesondere in den Sozial-, Erziehungs- und Kulturwissenschaften in alle Fachgebiete hinein differenziert. Durch die Förderung im Rahmen des Niedersächsischen Forschungsverbundes für Frauen-/Geschlechterforschung (von 1997 - 2003) sind auch Ansätze in den Naturwissenschaften, den Ingenieurwissenschaften sowie der Medizin verstärkt worden. Zunehmend verbreitet sich die Erkenntnis, dass die Einbeziehung von Genderaspekten in das Design und die Planung von Forschungsvorhaben das Erkenntnis- und Innovationspotential erhöht.
Seit 2001 haben sich in Niedersachsen folgende Zentren etabliert:
- das Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZFG) an der Universität Oldenburg,
- das Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIF) in Kooperation der Universität Hildesheim und der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen,
- das Braunschweiger Zentrum für Gender-Studies in Kooperation der Technischen Universität Braunschweig, der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und der Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel,
- das gender_archland (Forum für GenderKompetenz in Architektur Landschaft Planung) an der Leibniz Universität Hannover, Fakultät für Architektur und Landschaft.
2006 wurde zwischen der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und der Mariann-Steegmann-Foundation eine Rahmenvereinbarung für zunächst zehn Jahre geschlossen, die die Finanzierung sichert für
- das Forschungszentrum Musik und Gender an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.
Ergänzt und unterstützt wird die Arbeit dieser Zentren, aber auch der in der Genderforschung Engagierten an anderen Hochschulen, durch das Maria-Goeppert-Mayer-Programm für internationale Frauen- und Genderforschung, in dem Mittel für Gastprofessuren und Lehraufträge vergeben werden.
Niedersachsen Portal