Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur klar

Niedersächsischer Literaturpreis 2017

Nicolas-Born-Preis und Nicolas-Born-Debütpreis




Franzobel

Franzobel wurde 1967 in Vöcklabruck, Oberösterreich als Franz Stefan Griebl geboren. Er absolvierte die Höhere Technische Lehranstalt für Maschinenbau in Vöcklabruck und studierte von 1986 bis 1994 in Wien Germanistik und Geschichte. Nebenbei war er als Komparse am Wiener Burgtheater tätig. Das Studium schloss er mit einer Diplomarbeit über Visuelle Poesie ab. Seit 1989 ist er als freier Schriftsteller tätig. Er lebt in Wien, Pichlwang, Buenos Aires und Orth an der Donau.

Neben seiner literarischen Tätigkeit (er publiziert im Eigenverlag, in Kleinverlagen und innerhalb von Mail-Art-Projekten) arbeitete Franzobel als Maler (Concept Art bis 1992). Er hat zahlreiche Theaterstücke, Prosatexte und Lyrik veröffentlicht, die in der Spannung zwischen Strukturen und Experiment stehen.

Seine Theaterstücke wurden unter anderem in Mexiko, Argentinien, Chile, Dänemark, Frankreich, Polen, Rumänien, der Ukraine, Italien, Russland und den USA gezeigt. Übersetzungen liegen bislang in 23 Sprachen vor.

Franzobel hat seit 1992 über 60 Bücher (davon sechs Kinderbücher) und mindestens 26 Theaterstücke veröffentlicht. Dafür erhielt er zahlreiche literarische Auszeichnungen, u.a. den Arthur-Schnitzler-Preis (2002), den Nestroy-Theaterpreis für das beste Stück (2005) und nach der Ankündigung der Auszeichnung mit dem Nicolas-Born-Preis 2017 eine Nominierung zum Deutschen Buchpreis 2017 mit „Das Floß der Medusa" (Shortlist).


Julia Wolf

Julia Christina Wolf wurde 1980 in Groß-Gerau geboren und ist in Südhessen aufgewachsen. Nach dem Abitur zog sie nach Berlin, wo sie an der Freien Universität Amerikanistik und Germanistik studierte. Nach ihrem literaturwissenschaftlichen Abschluss machte sie sich als freie Autorin für Radio, Theater und Film selbständig. Julia Wolf lebt und arbeitet in Berlin.

Wolfs 2010 im Theaterstückverlag München veröffentlichtes Drama „Der Du" wurde 2011 am Düsseldorfer Schauspielhaus uraufgeführt und im gleichen Jahr als Hörspiel vom WDR produziert. Die Hörstücke „Happy End" (NDR/WDR/SWR 2011) und „Frauen ohne Männer" (WDR 2013) folgten.

2015 erschien Wolfs Debütroman „Alles ist jetzt", für den sie mit dem Kunstpreis der Lotto Brandenburg GmbH in der Sparte Literatur ausgezeichnet wurde. Die Autorin erhielt in 2015 und 2016 zudem vier Aufenthalts- bzw. Arbeitsstipendien.

In 2016 nahm Wolf am Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis teil. Sie gewann dort den 3sat-Preis mit dem Text „Walter Nowak bleibt liegen", einem Auszug aus ihrem zweiten Roman.

Nach der Ankündigung der Auszeichnung mit dem Nicolas-Born-Debütpreis 2017 erhielt Wolf eine Nominierung zum Deutschen Buchpreis 2017 mit „Walter Nowak bleibt liegen" (Longlist).


Preisträger des Nicolas Born-Preises 2017 Franzobel  

Franzobel - Nicolas-Born-Preisträger 2017 Bildrechte: Dirk Skiba

Nicolas-Born-Debütpreisträgerin 2017 Julia Wolf  

Julia Wolf - Nicolas-Born-Debütpreisträgerin 2017 Bildrechte: Franziska Rieder

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