Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur klar

Denkmalpflege & Archäologie

Niedersachsen hat vielfältige Bau- und Bodendenkmale



Kirchen und Klöster, Schlösser und Gutshöfe, historische Gartenanlagen, die Relikte der Technikgeschichte, vor allem aber die zahlreichen Zeugnisse bürgerlichen und bäuerlichen Wohnens und Arbeitens prägen die vielfältige Denkmallandschaft in Niedersachsen. Spektakuläre Funde sind an einigen archäologische Stätten durch die Denkmalpflege gesichert und gehoben worden.

Denkmalschutz und Denkmalpflege als öffentliche Aufgaben

Aufgabe des Landes ist es, für den Schutz, die Pflege und die wissenschaftliche Erforschung der Kulturdenkmale zu sorgen. Bei der Wahrnehmung von Denkmalschutz und Denkmalpflege wirken das Land, die Gemeinden, Landkreise und sonstigen Kommunalverbände sowie die in der Denkmalpflege tätigen Einrichtungen und Vereinigungen und die Eigentümer und Besitzer von Kulturdenkmalen zusammen.

In öffentlichen Planungen und bei öffentlichen Baumaßnahmen sind die Belange des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege sowie die Anforderungen des UNESCO-Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt vom 16. November 1972 rechtzeitig zu berücksichtigen.


Niedersachsen verfügt über herausragende Baudenkmale, Bodendenkmale und Welterbestätten

Insgesamt hat Niedersachsen rund 82.000 Baudenkmale, die zum größten Teil privat genutzt werden. Zu den herausragenden Baudenkmalen gehören die ehemaligen Klöster und Damenstifte in der Lüneburger Heide und im Calenberger Land, die Schlösser der Weserrenaissance, wie Hämelschenburg oder Bevern und die komplett erhaltenen historischen Stadtkerne mit ihren wertvollen Bürgerhäusern und alten Rathäusern, wie in Lüneburg, Celle, Wolfenbüttel, oder Duderstadt.

Auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes stehen die Kirche St. Michaelis und die mittelalterliche Ausstattung des Domes in Hildesheim ebenso wie die Anlagen des Erzbergbaus beim Rammelsberg mit der Altstadt in Goslar und seit 2010 die Anlagen der Oberharzer Wasserwirtschaft. Das Faguswerk in Alfeld wurde 2011 in die Liste aufgenommen.

Im ganzen Land finden sich zahlreiche, im Boden verborgene Spuren menschlicher Siedlungsgeschichte, die Gegenstand der archäologischen Denkmalpflege sind. Das Bild der Archäologie in Niedersachsen wird durch eine Reihe spektakulärer Funde geprägt. So wurden zum Beispiel beim Braunkohletagebau in Schöningen die bisher ältesten Jagdwaffen der Menschheitsgeschichte, die sogenannten Schöninger Speere, mit einem Alter von rund 300.000 Jahren gefunden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Archäologie sind die Ausgrabungen in Kalkriese, wo die historische Spurensuche zur Entdeckung des Schlachtfeldes zwischen den römischen Legionen des Varus und den germanischen Stämmen im Jahre 9 n. Chr. geführt hat.
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