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Niedersachsen stärkt Arbeit der Landmannschaften in 2019 deutlich

Westmann: „Schlesier und Deutsche aus Russland erhalten 180.000 Euro mehr“


Das Land Niedersachsen wertet das wichtige gesellschaftliche und kulturelle Engagement der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler im Haushalt 2019 durch deutlich erhöhte Fördermittel auf. So erhält die Landsmannschaft Schlesien zusätzlich 150.000 Euro. Damit kann diese eine feste Anlaufstelle in Hannover einrichten und die Projektarbeit in ihrem Patenland Niedersachsen stärken. Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in Niedersachsen wird künftig mit 30.000 Euro jährlich unterstützt. Sie vertritt und berät die rund 350.000 deutschen Aussiedler und Spätaussiedler aus den Gebieten der früheren Sowjetunion. Die bisher fast ausschließlich ehrenamtlich geleistete Arbeit der Landsmannschaft wird durch eine halbe hauptamtliche Geschäftsführungsstelle verstärkt.

„Dies ist ein klares Bekenntnis und eine dringend benötigte Unterstützung für die Arbeit, die unsere Landsmannschaften in Kultur, Ehrenamt und europäischer Völkerverständigung seit Jahrzehnten leisten“, sagte die Niedersächsische Landesbeauftragte für Heimatvertriebene, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler, Editha Westmann. Sie hatte sich im Vorfeld der Haushaltsberatungen für eine stärkere finanzielle Förderung eingesetzt.

„Wir können den in Niedersachsen lebenden Schlesiern durch die erhöhten Fördermittel noch deutlicher das Gefühl geben, dass etwas passiert, um ihre Idendität und Kultur zu erhalten und diese auch künftig weiter zu geben“, lobte der Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien, Stephan Rauhut.

Rauhut sieht durch die von den Regierungsfraktionen vereinbarte Erhöhung der Förderung für 2019 vor allem auch die Chance, die Zusammenarbeit mit dem Bund der Vertriebenen, anderen Landsmannschaften und Organisationen in Niedersachsen auszubauen. Dafür könnten beispielsweise Büroräume gemeinsam genutzt und die Vernetzung intensiviert werden. Auch Projekte sollen vor Ort besser auf die Schiene gesetzt werden. So kann sich Rauhut vorstellen, den Austausch Jugendlicher aus Niedersachsen und Polen auszubauen. Angedacht sind unter anderem Sportprojekte, Vorhaben der Völkerverständigung und Begegnung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg Krieg hatten vor allem Vertriebene aus Schlesien in Niedersachsen eine neue Heimat gefunden. Sie haben das niedersächsische Gemeinwesen und die Wirtschaft tatkräftig mit aufgebaut. Die Zahl der Niedersachsen mit schlesischen Wurzeln beträgt fast ein Drittel.

Am 3. Oktober 1950 übernahm das Land Niedersachsen die Patenschaft über die Schlesier. Alle zwei Jahre, so vom 14. bis zum 15. Juni 2019 in Hannover, kommen tausende Schlesier in Hannover zu ihrem Deutschlandtreffen zusammen. Dieses fördert das Land ebenfalls finanziell und ideell. Ferner verleiht das Land jährlich den Kulturpreis Schlesien wechselseitig in Polen (Niederschlesien) und Niedersachsen. Die Verleihung hat sich zu einer festen deutsch-polnischen Begegnung entwickelt, die Engagement und Projekten aus beiden Ländern öffentlichkeitswirksam zugute kommt.

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30.11.2018

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