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Sprachförderung für Geflüchtete

Angebote für unterschiedliche Zielgruppen


Sprache ist die zentrale Grundlage für Verständigung und eine gelingende Integration. Das Land hat daher zusätzliche Sprachförderangebote für Menschen eingerichtet, die vor Krieg und Terror nach Niedersachsen geflohen sind.

Rund zwei Drittel der Geflüchteten sind Erwachsene, die nicht mehr mit schulischen Angeboten erreicht werden. In den Einrichtungen der Erwachsenenbildung bietet Niedersachsen deshalb verschiedene Sprachkurse an, in denen schnell und unbürokratisch deutsche Sprachkenntnisse vermittelt werden. Diese Kurse stehen Geflüchteten unabhängig von Aufenthaltsstatus und Herkunftsland offen. Zudem erfolgt in einigen Kursen eine Feststellung der Kompetenzen, die die Teilnehmenden mitbringen. Im Sinne einer durchgängigen Bildungskette sind die Kurse anschlussfähig an weitere differenzierte Maßnahmen. Mit dem Ausbau dieser Sprachkurse sorgt das Land flankierend zu den Angeboten des Bundes dafür, dass kein Geflüchteter ohne Sprachkurs bleibt.

Die Angebote sind auf verschiedene Zielgruppen zugeschnitten und ermöglichen das Erreichen unterschiedlicher Zielsetzungen: Vom Erwerb erster, grundlegender Sprachkenntnisse, über ein vertieftes Sprachniveau, das z.B. zum Abschluss einer Berufsausbildung ausreicht (Sprachniveau B2 nach dem Europäischen Referenzrahmen), bis hin zum Erwerb anspruchsvoller, fundierter Sprachkenntnissen mit denen ein Hochschulstudium absolviert werden kann (Sprachniveau B2 nach dem Europäischen Referenzrahmen).

Die Geflüchteten bringen ganz unterschiedliche Voraussetzungen und Qualifikationen mit nach Niedersachsen. Daher hat das Land zusätzlich zur Vermittlung von Sprachkenntnissen differenzierte Bildungsangebote sowohl im Bereich Grundbildung und Alphabetisierung als auch für Höherqualifizierte gestaltet.

Aktuell werden sieben unterschiedliche Kursarten gefördert:

1. Basissprachkurse (für Geflüchtete ohne Deutschkenntnisse)
2. Vertiefungssprachkurse (bis Niveau B2)
3. Kultursprachkurse (Kooperation mit Kultureinrichtungen)
4. Grundbildung für Geflüchtete (u.a. Alphabetisierung, Rechenfähigkeiten)
5. Zweiter Bildungsweg für Geflüchtete (Haupt-/Realschulabschluss nachholen)
6. Intensivsprachkurse für höher qualifizierte Flüchtlinge (bis Niveau C1)
7. Sprachkurse für geflüchtete Frauen (mit Kinderbetreuungsangebot)

Weitere Infos:

Interessierte können sich vor Ort an die Einrichtungen der Erwachsenenbildung wenden. Die Koordination der Sprachförderprogramme erfolgt im Auftrag des MWK in der niedersächsischen Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB).




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