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125.000 Euro für soziokulturelle Vereine und Projekte

Projekte schaffen Identität und befördern bürgerschaftliches Engagement


Rund 125 000 Euro stellt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) dem Landesverband Soziokultur Niedersachsen im zweiten Halbjahr 2020 für die Förderung von soziokulturellen Projekten und Strukturmaßnahmen zur Verfügung. Das hat der Soziokulturbeirat im Landesverband Soziokultur jetzt entschieden. Das Geld fließt in 16 Vereine und Projekte der Soziokultur. Im ersten Halbjahr 2020 hatte das MWK bereits 1,2 Millionen Euro in Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen sowie Projekte und Strukturmaßnahmen der Soziokultur investiert.

„Kultur stiftet Gemeinschaft. Umso wichtiger ist es daher, auch in der Krise die Kultur verlässlich zu unterstützen und neue kreative Impulse zu ermöglichen“, so Minister Thümler.

Digitale und analoge Formate, die sich gegenseitig ergänzen, haben den Beirat des Landesverbands besonders überzeugt. Landesmittel in Höhe von rund 112.000 Euro werden 14 soziokulturellen Projekten in diesem Bereich zur Verfügung gestellt.

Der Verein musa aus Göttingen beispielsweise erforscht in einem Stadtteil mit hohem Entwicklungsbedarf gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die Geschichte des Stadtteils, die Vorzüge und Interessen der Nachbarschaft und inszeniert gemeinsam mit der Bevölkerung verschiedene Projekte von Urban Gardening bis zu Symphonieorchester-Konzerten. Der Verein Piesberger Gesellschaftshaus in Osnabrück wiederum entwickelt für einen infrastrukturarmen Stadtteil Informations- und Austauschplattformen und besondere Aktionen, die das Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil stärken sollen. Der Verein One World Ostheide bei Lüneburg ruft zum Dialog auf und sucht Geschichten von Älteren und Jüngeren, lädt ein, Jugendfotos und Selfies zu vergleichen und veranstaltet unter anderem intergenerative Singer-Songwriter-Workshops. Die Konzert- und Kulturfreunde Einbeck werden den in Einbeck geborenen Expressionisten Franz Cestnik mit vielfältigen Aktionen und unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger zurück ins öffentliche Bewusstsein holen.

"Soziokulturelle Angebote zu unterstützen, ist besonders in dieser Zeit der Pandemie elementar. Denn diese Projekte bieten auf vielerlei Weise an, sich gestaltend einzubringen und somit weg von einem Ohnmachtsgefühl die eigene Wirksamkeit zu erfahren: Die eigene Persönlichkeit wird gestärkt, Gemeinschaft erlebt und Kunst geschaffen“, sagt Marleen Mützlaff, Geschäftsführerin des Landesverbands Soziokultur Niedersachsen.

Mit der Strukturförderung des Landes Niedersachsen in Höhe von insgesamt 13.500 Euro werden soziokulturelle Vereine unterstützt, die mit bürgerschaftlichem Engagement die Region stärken. Ziel der Förderung ist es, ehrenamtliche Strukturen zu stärken – beispielsweise durch die Finanzierung von Minijobs. Davon profitieren der Verein Kaleidoskop in Bodenwerder und das Theaterpädagogische Zentrum in Braunschweig. Die Regionalberaterinnen und -berater des Landesverbands Soziokultur unterstützen die Vereine bei ihren jeweiligen Vorhaben.

Förderung der Soziokultur im Jahr 2021

Um die Förderung aus Mitteln der Soziokultur können sich soziokulturelle Vereine und Zentren bewerben. Der Stichtag für die Projekt- und Strukturförderung und für die Förderung von Investitionen im Jahr 2021 ist der 15. Oktober 2020. Anträge für Projekte und Strukturförderung werden an den Landesverband Soziokultur, Anträge für Investitionen direkt an das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur gerichtet.
Presseinformationen

Artikel-Informationen

erstellt am:
28.07.2020

Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
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Leibnizufer 9
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Tel: 0511/120-2599
Fax: 0511/120-2601

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