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Auf Initiative von Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler startet morgen eine Online-Verbandsanhörung zur Approbationsordnung

Auf Initiative Niedersachsens findet morgen eine Online-Verbändeanhörung zur Novelle der Ärztlichen Approbationsordnung statt. Die Wissenschaftsressorts der Länder wollen in diesem Rahmen die Chancen signifikanter Änderungen am vorliegenden Referentenentwurf mit den Verbänden erörtern. Die Erwartungen an die Veranstaltung kommentiert Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, wie folgt:

„Die Novelle der Ärztlichen Approbationsordnung ist ein Meilenstein des gemeinsam von Bund und Ländern vereinbarten Masterplans Medizinstudium 2020. Die Wissenschaftsressorts bekennen sich zu der Verantwortung, die Reform der ärztlichen Ausbildung in Landesrecht umzusetzen und die medizinischen Fakultäten bei der Umsetzung in die Curricula zu unterstützen. Leider erweist sich der vorliegende Referentenentwurf als überreguliert und praxisfern. Zudem droht die Novelle, nicht erst seit der pandemiebedingten Verschärfung der haushälterischen Rahmenbedingungen, die finanzielle Leistungsfähigkeit der Wissenschaftshaushalte der Länder zu überfordern. Die Länder erkennen an, dass bis zum geplanten Inkrafttreten der Novelle zum Wintersemester 2025/26 noch erhebliche Vorarbeiten durchgeführt werden müssen. Daher sind nur geringfügige Verzögerungen in der Beschlussfassung des Bundesrats denkbar. Im Dialog mit den Verbänden wollen wir die Aspekte herausarbeiten, die noch dringend anzupassen sind bzw. bei denen noch realistische Chancen gesehen werden, dass der Bund einlenkt. Diese gemeinsam arbeiteten Prioritäten wollen die Länder in den nach der Osterpause anstehenden Beratungen des Bundesrats in das Zentrum ihrer Bemühungen stellen. Die Länder appellieren dabei an den Bund, nicht nur die Verabschiedung der Novelle, sondern auch die zeitgerechte und vollständige Umsetzung in den Ländern und an den Hochschulen in den Blick zu nehmen. Es wäre verheerend, wenn durch unverhältnismäßige Anforderungen wichtige Innovationen in der Hochschullehre nicht umgesetzt oder sogar Studienkapazitäten abgebaut werden müssten.“


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erstellt am:
29.03.2021

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