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Gedenktag für Opfer von Flucht und Vertreibung 2019

Editha Westmann: Die Schrecken von Flucht und Vertreibung dürfen nicht in Vergessenheit geraten


Seit 2015 wird jährlich am 20. Juni mit einem Gedenktag an die Opfer von Flucht und Vertreibung erinnert. „Millionen Menschen mussten in Folge des zweiten Weltkrieges aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten fliehen oder wurden vertrieben. Das Schicksal von Flucht und Vertreibung und der damit verbundene Verlust der Heimat lastet noch heute schwer auf den Schultern der Erlebnisgeneration“, sagt Editha Westmann, Landesbeauftragte für Heimatvertriebene, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler. „Die Schrecken von Flucht und Vertreibung dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Viele Tausende haben auf der Flucht ihr Leben verloren.“ Die von Flucht oder Vertreibung Gezeichneten hätten bei ihrer Ankunft im Westen nicht selten Ablehnung und Vorurteile zu spüren bekommen. Doch die Vertriebenen und Flüchtlinge hätten ihr schweres Schicksal in die Hand genommen und sich ganz selbstverständlich an dem Wiederaufbau des Landes beteiligt. Westmann: „Der wirtschaftliche Wohlstand und der gesellschaftliche Zusammenhalt in unserem Land ist maßgeblich auf das Wirken der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge zurückzuführen.“

Der Gedenktag diene der Erinnerung und Mahnung – gleichzeitig könne er für die junge Generation die Grundlage für eine aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte bieten. „Immer mehr junge Menschen fragen heute nach ihren Wurzeln. Ihnen müssen Antworten gegeben werden, die historisch korrekt sind“, so Westmann. „Das Gedenken an die Opfer des Krieges, die ihre Heimat und oft auch ihr Leben verloren haben, muss uns alle dazu anregen, geschlossen und versöhnlich weiter an dem großen Haus Europa zu bauen.“

Am 20. Juni wird auch der internationale Weltflüchtlingstag begangen. In der Verbindung dieser beiden Tage sieht Westmann die Chance, das Schicksal der Vertriebenen und Flüchtlinge in Folge des zweiten Weltkrieges und der heute weltweit Flüchtenden in das Bewusstsein der Gesellschaft zu tragen.

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20.06.2019

Ansprechpartner/in:
Pressestelle MWK

Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibnizufer 9
30169 Hannover
Tel: 0511/120-2599
Fax: 0511/120-2601

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