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Kulturstiftung der Länder fördert „Masterplan Marienburg 2030“

Schloss öffnet wieder seine Tore / Minister Thümler: „Wissenschaftliche Erschließung kann beispielgebend werden“



Schloss Marienburg in Pattensen öffnet wieder seine Tore für Besucherinnen und Besucher. Ab Freitag, dem 8. Mai 2020 können Interessierte unter entsprechenden Hygieneauflagen das herausragende Kulturdenkmal erkunden. Gleichzeitig beginnt mit Hilfe der Kulturstiftung der Länder die Arbeit an einem Projekt, mit dem Schloss Marienburg als Gesamtkunstwerk wissenschaftlich, kuratorisch und konservatorisch erschlossen und der Öffentlichkeit präsentiert werden soll.

Am 20. Januar 2020 hatte Ernst August Erbprinz von Hannover Schloss und Inventar in die Stiftung Schloss Marienburg überführt und damit ein neues Kapitel in der Geschichte der ehemaligen Sommerresidenz der Welfen eröffnet. In der Verantwortung der neuen Stiftung wird das Schloss in den nächsten Jahren von Grund auf saniert, eine Aufgabe, die gemeinsam von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Niedersachsen finanziert wird.

Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler: „Schloss Marienburg ist weit mehr als ein singuläres und national bedeutendes Baudenkmal des Historismus. Im Rahmen der vom Land Niedersachsen gemeinsam mit dem Erbprinzen von Hannover gefundenen Gesamtlösung geht es auch darum, die Anlage, ihre Geschichte und ihre Ausstattung wissenschaftlich und museal nach aktuellem Stand der Wissenschaft zu erfassen und zu entwickeln. Diese wissenschaftlichen Arbeiten könnten beispielgebend für ähnliche Herausforderungen sein. Dem Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Prof. Dr. Markus Hilgert, danke ich ganz besonders für seine Unterstützung.“

Die Kulturstiftung der Länder finanziert gemeinsam mit dem Land Niedersachsen zunächst eine Machbarkeitsstudie. Ihr Ziel ist die Erarbeitung eines „Masterplans Marienburg 2030“. Dazu Generalsekretär Prof. Dr. Markus Hilgert: „Der auf Schloss Marienburg bewahrte Kulturbesitz ist trotz der Verluste in der Vergangenheit immer noch einzigartig. Er besteht aus tausenden Objekten verschiedenster Art – Möbel, Gemälde, Kunsthandwerk, Textilien aller Art, geschlossene Sammlungen z. B. von Graphiken und Siegeln, Bücher, Archivgut, persönliche Erinnerungsstücke und Fotografien. Wird dieser Bestand wissenschaftlich erschlossen und gesichert, kann er als Spiegel der Kulturgeschichte vieler Jahrhunderte einen unschätzbaren Beitrag zur Stärkung der kulturellen Bildung leisten.“

Kooperationspartner des Projekts ist neben der Stiftung Schloss Marienburg das Niedersächsische Landesmuseum Hannover, das einen wesentlichen Teil des Gemäldebestands der Marienburg erworben hat.

Presseinformationen
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07.05.2020

Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
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