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Rede Minister Entschließungsantrag der Plenarsitzung am 21. Juni 2019: „Hochschulen im Sinne der „Third Mission“ weiterentwickeln:

Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Gesellschaft/Wirtschaft fördern“


Ihr Antrag zur Unterstützung der Weiterentwicklung der „third mission“ an Hochschulen rennt bei mir „offene Türen“ ein. Ich begrüße ihn außerordentlich.

Seit Beginn der Legislaturperiode haben wir uns als Koalition und ich mir als Wissenschaftsminister sowohl den Wissens- und Technologietransfer als auch die „third mission“ auf die Fahne geschrieben.

Dabei haben wir an den Hochschulen bereits viel umgesetzt, was in der nächsten Monaten und Jahren zu erheblichen Fortschritten führen wird. Nur einige Beispiele:
Gerade in den vergangenen Wochen habe ich Förderbescheide für einige der fünf ausgewählten Projekte der Ausschreibung „Transfer in Niedersachsen - Starke Strukturen für innovative Projekte“ überreichen können.

Ziel der Ausschreibung ist es, die regionalen Unterstützungsstrukturen für den Wissens- und Technologietransfer in Wirtschaft und Gesellschaft auszubauen. Ab Sommer werden fünf Projekte in den Regionen Hannover, Braunschweig/ Wolfenbüttel, Göttingen, Oldenburg/Emden und Osnabrück starten, die wir für fünf Jahre mit rund 12 Millionen Euro fördern.

Hinzu kommt ein Begleitforschungsprojekt, das die Beziehungen zwischen Hochschulen und Gesellschaft in Niedersachsen erfassen, im Bundesvergleich untersuchen und uns so weitere Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen wird.

Zudem haben wir die „third mission“ in den Zielvereinbarungen mit den Hochschulen für den Zeitraum 2019- 2021 verankert: In den Kapiteln zur „Forschung und Innovation“ sowie „Wissens- und Technologietransfer und Lebenslanges Lernen“ haben sich die Hochschulen diesbezügliche Ziele und Maßnahmen gesetzt.

Überdies haben wir den Grundstein für das Zentrum für digitale Innovationen Niedersachsen (ZDIN) gelegt, indem wir eine Koordinierungsstelle eingerichtet und eine Ausschreibung für erste Forschungsverbünde in den sechs Zukunftslaboren veröffentlicht haben. Ziel des ZDIN ist die Kooperation mit Praxispartnern, die anwendungsorientierte Forschung und der Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bzw. Gesellschaft. Die ersten von uns geförderten Projekte werden im Herbst dieses Jahres starten. Hierfür werden wir insgesamt 25 Millionen Euro für fünf Jahre aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung zur Verfügung stellen. Weitere geförderte und direkt beauftragte Transferprojekte sollen folgen.

Diesen eingeschlagenen Weg werden wir selbstverständlich weitergehen. Dabei bietet Ihr Entschließungsantrag gute Impulse und Anknüpfungspunkte.

Ihren Wunsch nach einer ressortübergreifenden Landestransferstrategie wollen wir nachkommen. Erste konzeptionelle Vorarbeiten leisten wir derzeit zum einen gemeinsam mit der Landeshochschulkonferenz und zum anderen in einer Arbeitsgruppe mit dem Wirtschaftsministerium und der Staatskanzlei.

Zudem bringen wir Forschungsergebnisse in gesellschaftliche Diskussionsprozesse ein, so im Rahmen unserer Reihe „Forschung made in Niedersachsen“ oder der Ausschreibungsreihe „Zukunftsdiskurse“. Schließlich prüfen wir stetig, welche weiteren Förderangebote wir zur Unterstützung der „third mission“ machen können, z.B. bei der Gestaltung der neuen EU-Förderperiode.

Presseinformationen
Artikel-Informationen

21.06.2019

Ansprechpartner/in:
Pressestelle MWK

Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibnizufer 9
30169 Hannover
Tel: 0511/120-2599
Fax: 0511/120-2601

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