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Rund 12,7 Millionen Euro für Nachwuchsförderung

DFG fördert drei Graduiertenkollegs aus Niedersachsen


Großer Erfolg für die Nachwuchsförderung an Niedersachsens Hochschulen: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 12,7 Millionen Euro für die Einrichtung von zwei Graduiertenkollegs an der Universität Hildesheim und der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) Hannover sowie die Weiterförderung eines bereits laufenden Graduiertenkollegs an der Technischen Universität (TU) Braunschweig bewilligt.

„Profilbildende und konzeptionell durchdachte Ausbildungsprogramme für Graduierte leisten einen besonderen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts Niedersachsen“, sagt Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler. „Umso mehr freut es mich, dass niedersächsische Hochschulen in diesem Jahr zum wiederholten Male mit ihren Programmen bei der DFG punkten konnten.“

Bereits im Mai hatte die DFG zwei Graduiertenkollegs der Universitäten Göttingen und Osnabrück sowie ein gemeinsames Graduiertenkolleg der Leibniz Universität Hannover und der Technischen Universitäten Braunschweig und Clausthal für die Förderung ausgewählt. Graduiertenkollegs bieten Doktorandinnen und Doktoranden die Chance, in einem strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm auf fachlich hohem Niveau zu promovieren.

Das mit rund 5 Millionen Euro geförderte Graduiertenkolleg „Virusdetektion, Pathogenese und Intervention“ (VIPER) der TiHo Hannover soll eine interdisziplinäre und themenübergreifende Ausbildung in Bezug auf neu- und wiederauftretende Viruserkrankungen ermöglichen. Das neue Programm wird erstmalig die veterinärmedizinische Expertise aus den Bereichen Virologie, Pathologie, Klinik und Wildtierforschung miteinander verbinden. Über die Ausformung eines ganzheitlichen Verständnisses virusinduzierter Erkrankungen soll auch die Entwicklung neuer Ansätze für deren Prävention und Bekämpfung vorangebracht werden.

Das ebenfalls neue geisteswissenschaftliche Graduiertenkolleg „Ästhetische Praxis“ der Universität Hildesheim widmet sich der Untersuchung ästhetischer Praktiken in Kunst und Kultur. Beispiele für solche Praktiken sind Probeprozesse im Theater, Akte des Komponierens und das künstlerische Schreiben. Die Produktion, Aufführung und Rezeption von institutionalisierter und professionalisierter Kunst werden ausgehend von den sie ermöglichenden und durch sie ermöglichten Praxisformen beschrieben und analysiert. Besonders innovativ an der eingenommenen Forschungsperspektive ist die Zusammenführung philosophischer Praxistheorien mit der kulturwissenschaftlichen Erforschung (außer-)europäischer Praktiken im Kontext von u.a. Literatur, Schauspiel, Musik und Populärer Kultur. Langfristiges Ziel des mit 3,5 Millionen Euro geförderten Kollegs ist die Ausarbeitung einer umfassenden Theorie ästhetischer Praxis.

An der Technischen Universität Braunschweig wird das in enger Kooperation mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) durchgeführte Graduiertenkolleg „Metrologie komplexer Nanosysteme“ mit rund 4,2 Millionen Euro weitergefördert. Die Metrologie als Wissenschaft vom präzisen und auf das Internationale Einheitensystem rückführbaren Messen liefert zentrale Grundlagen für Fortschritte in Naturwissenschaft und Technologie. In der zweiten Förderperiode sollen neben auf Quanteneffekten basierenden und optischen Messgrößen auch solche Messgrößen im Vordergrund stehen, die sich auf komplexe chemische sowie biologische Nanosysteme beziehen.

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Presseinformation vom 13.11.2018

Rund 12,7 Millionen Euro für Nachwuchsförderung

 MWK_PI_181112_Graduiertenkollegs
(PDF, 0,13 MB)

Artikel-Informationen

13.11.2018

Ansprechpartner/in:
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Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibnizufer 9
30169 Hannover
Tel: 0511/120-2599
Fax: 0511/120-2601

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