Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur klar

Neues Länderzentrum für Niederdeutsch

Nordländer stellen die Förderung der niederdeutschen Sprache auf stabile Füße


Die Länder Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen gründen ein „Länderzentrum für Niederdeutsch" als gemeinsame Gesellschaft (GmbH). Dieses wird zum 1. Januar 2018 seine Arbeit aufnehmen. Das neue Länderzentrum wird seinen Sitz in Bremen haben. Von dort aus soll der Schutz, der Erhalt und die Weiterentwicklung der niederdeutschen Sprache künftig länderübergreifend koordiniert werden. Verbände, Ehrenamtliche und wissenschaftliche Institutionen werden dabei eng eingebunden.

„Wir wollen gemeinsam eine neue, leistungsstarke und länderübergreifende Koordinierungs- und Netzwerkstelle einrichten. Dafür haben sich die vier Nordländer eng mit all denjenigen abgestimmt, die sich für das Niederdeutsche engagieren", sagt Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur. Die Ministerin verspricht sich von dem neuen Konzept vor allem eine noch gezieltere Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements in den Ländern.

Die Länder Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen leisten die Förderung der niederdeutschen Sprache auf Basis der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen. Das Länderzentrum soll maßgeblich in den Handlungsfeldern Bildung, Kultur und Dokumentation sowie für einen anwendungsorientierteren Transfer aus der Wissenschaft tätig werden. Es soll sich zudem in übergreifende Themen und das öffentliche Leben einbringen, wenn niederdeutsche Interessen berührt sind, sowie zeitgemäße Formate zur Vermittlung des Niederdeutschen entwickeln. Ebenso soll es eine enge Verzahnung mit den politischen Vertreterinnen und Vertretern in Bund und Ländern sowie den Mitgliedern des Bundesrats für Niederdeutsch geben.

Alle vier Länder halten dieselben Anteile an der neuen Gesellschaft und nehmen ihre fachliche Verantwortung in einem Aufsichtsrat gemeinsam und gleichberechtigt wahr. Zudem wird ein Beirat gebildet, in dem die Sprechergruppen, der Bund und auch der Bundesrat für Niederdeutsch beteiligt werden sollen. Finanziert wird das Länderzentrum für Niederdeutsch von den vier Ländern, die hierfür jährlich insgesamt 271.000 Euro zur Verfügung stellen. Als Personal sind neben einer/einem Geschäftsführer/in ein/e wissenschaftliche Mitarbeiter/in und eine Mitarbeiter/in für Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen.

Piktogramm für Presseinformationen
Artikel-Informationen

13.10.2017

Ansprechpartner/in:
Pressestelle MWK

Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibnizufer 9
30169 Hannover
Tel: 0511/120-2599
Fax: 0511/120-2601

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln