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Wissenschaft, Kultur & Weiterbildung – Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)

zuletzt aktualisiert am 02.07.2021

Derzeit sinkt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus: Auf dem Weg in Richtung Normalität sind deshalb wieder mehr Freiheiten, mehr Aktivitäten und mehr Miteinander möglich. Zur weiteren Eindämmung der Pandemie hat Niedersachsen weitreichende Maßnahmen ergriffen, die auch die Hochschulen, die Forschung, das kulturelle Leben sowie die Erwachsenenbildung betreffen. Die aktuelle Niedersächsische Corona-Verordnung ist am 19. Juni 2021 in Kraft getreten.

» zu den Vorschriften der Landesregierung

In unseren MWK-FAQ beantworten wir alle häufig gestellten Fragen zum Lehrbetrieb an den Hochschulen, zu Forschung und Forschungsförderung sowie zu Kultur und Weiterbildung.


Tipp: Mit der Tastenkombination STRG + F oder der Funktion „Seite durchsuchen“ im Browser-Menü können Sie die FAQ nach Schlüsselwörtern durchsuchen, zum Beispiel „Bibliothek“ oder „Museum“, um die entsprechende Antwort schnell zu finden.

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Wo finde ich Informationen zur aktuellen Entwicklung in Niedersachsen?

Tagesaktuelle Informationen zum Infektionsgeschehen in Niedersachsen finden Sie auf der zentralen Corona-Website der Niedersächsischen Landesregierung.

» www.niedersachsen.de/Coronavirus

Kann ich mich auch telefonisch informieren?

Die zentrale Corona-Hotline der Niedersächsischen Landesregierung erreichen Sie unter der Telefonnummer 0511 120-6000 von Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr sowie am Sonnabend und Sonntag von 10 bis 17 Uhr.


Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Hochschulen und Studium

Wie funktioniert der Lehrbetrieb im Sommersemester 2021?

Im Sommersemester werden die Hochschulen angesichts des Pandemiegeschehens wiederum überwiegend Online-Veranstaltungen anbieten. Die Regelungen der Niedersächsischen Corona-Verordnung sowie die Regeln der jeweiligen Hochschule sind zu beachten.

Gilt das auch für die Hochschulen in privater Trägerschaft?

Wir haben alle Empfehlungen zum Umgang mit der Corona-Pandemie auch den Hochschulen in privater Trägerschaft zur Verfügung gestellt. Für weitere Informationen ist eine Nachfrage bei der jeweiligen Hochschule sinnvoll.

Welche Folgen ergeben sich im Falle einer Verschiebung des Vorlesungsbeginns für den Bezug von BAföG?

Das für das BAföG zuständige Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hatte bereits im März 2020 entschieden, dass nach dem BAföG geförderte Studierende grundsätzlich keine finanziellen Nachteile erleiden sollen. So wirken sich insbesondere die Schließung von Hochschulen bzw. Verlängerungen vorlesungsfreier Zeiten aufgrund der Pandemie derzeit nicht auf die Förderung aus. Bei verschobenem Vorlesungsbeginn im Sommersemester kann auch für Studienanfängerinnen und Studienanfänger die BAföG-Förderung bereits ab Beginn des Semesters geleistet werden, zu dem die Immatrikulation erfolgt ist, um eine Förderung ab Studienbeginn zu ermöglichen. Sofern ein Online-Lehrangebot zur Verfügung gestellt wird, um den Ausbildungsbetrieb auf diese Weise aufrecht zu erhalten, sind die geförderten Studierenden verpflichtet, an diesem Angebot teilzunehmen, um weiter BAföG-Leistungen beziehen zu können.

» Pressemitteilung des BMBF vom 13. März 2020

Werden die Vorlesungszeiten verlängert oder verkürzt?

Die Vorlesungszeiten werden im Wesentlichen denen eines Sommersemesters in Präsenzform entsprechen. Wir haben die Hochschulen gebeten, dem gesundheitlichen Schutz hohe Priorität einzuräumen und flexible Lösungen zu finden.

Wie wird mit Prüfungen und Praxislehrveranstaltungen umgegangen?

Im Rahmen der geltenden Regelungen und in Abhängigkeit vom Pandemiegeschehen entscheiden die Hochschulen, ob und welche Veranstaltungen in Präsenz durchgeführt werden können. Bitte informieren Sie sich bei Ihrer Hochschule.

Wichtig ist, dass auch im Sommersemester möglichst keiner und keinem Studierenden ein Nachteil entsteht. Da das Prüfungswesen bezüglich Hochschulprüfungen im Selbstverwaltungsrecht der Hochschulen liegt, haben wir der Landeshochschulkonferenz empfohlen, geeignete Regelungen zu treffen, um die durch die Pandemie entstandenen Erschwernisse und Verzögerungen auszugleichen und es zu ermöglichen, dass erforderliche Prüfungsleistungen auch im Fall eines gesteigerten Infektionsgeschehens flexibel erbracht werden können. Ob und wie Hochschulprüfungen angesichts der dann jeweils gegebenen Entwicklungen stattfinden, entscheidet die jeweilige Hochschule.

Hat Niedersachsen die individuelle Regelstudienzeit verlängert?

Ja. Für im Sommersemester 2020, Wintersemester 2020/2021 oder Sommersemester 2021 immatrikulierte und nicht beurlaubte Studierende hatte Niedersachsen die individuelle Regelstudienzeit voriges Jahr um ein Semester verlängert. In diesem März wurde die individuelle Regelstudienzeit für Studierende, die im oben genannten Zeitraum mindestens zwei Semester immatrikuliert waren, um ein weiteres Semester verlängert. Der BAföG-Anspruch verlängert sich entsprechend.

Die Regelstudienzeit für Studierende in Niedersachsen soll um ein weiteres Semester verlängert werden. Das MWK hat eine entsprechende Verordnung für die Verlängerung um ein drittes Semester auf den Weg gebracht, die zeitnah in Kraft treten soll.

Sind die Mensen geöffnet?

Mensen sind für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studierende geöffnet. Nähere Hinweise finden Sie auf den Internetseiten der jeweiligen Studentenwerke.

Sind die wissenschaftlichen Bibliotheken (Hochschul- und Landesbibliotheken) geöffnet?

Die wissenschaftlichen Bibliotheken sind weiterhin geöffnet. Neben der Ausleihe sind auch die Lesesäle und Bibliotheksarbeitsplätze grundsätzlich weiter zugänglich, wenn der Zugang nicht aufgrund örtlicher Gegebenheiten eingeschränkt ist. Natürlich müssen auch der Mindestabstand und die Anforderungen an die Hygiene beachtet werden. Aufgrund möglicher weiterer Einschränkungen, wie gegebenenfalls reduzierter Öffnungszeiten, erforderlicher Anmeldungen, etc., empfehlen wir vor einem Besuch der Bibliothek Ihrer Wahl einen Blick auf deren Homepage, auch müssen Medien häufig elektronisch vorbestellt werden.

Können Bachelor- oder Masterarbeiten abgegeben werden?

Ja, das ist natürlich möglich. Auf welchem Wege Arbeiten abgegeben werden können, regeln die Hochschulen in eigener Zuständigkeit. Auskünfte erteilt das jeweilige Prüfungsamt.

Gibt es eine Verlängerung bei der Abgabe von Hausarbeiten oder anderen Abschlussarbeiten?

Die Regelung der Prüfungsangelegenheiten liegt bei den Hochschulen. Da die Prüfungsumstände sehr unterschiedlich sein können, bedarf es der Einschätzung der Prüfungsämter vor Ort, ob zum Beispiel eine Verlängerung der Fristen sinnvoll erscheint.

Ich studiere an einer niedersächsischen Hochschule und befinde mich gerade als Erasmus-Studierender im Ausland. Was muss ich beachten?

Für Erasmus-Studierende hat die EU-Kommission mitgeteilt, dass bei Änderungen der Reisepläne (Rückkehr, Absage) die Kosten bis zur Höhe des vorher vereinbarten Gesamtstipendiums erstattet werden können. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat alle im Ausland befindlichen Erasmus-Geförderten aufgefordert, Kontakt mit ihrer Heimathochschule aufzunehmen.

Ich studiere und habe meinen Nebenjob verloren – an wen kann ich mich wenden?

Die Bundesregierung hat ein Soforthilfeprogramm für Studierende auf den Weg gebracht, die sich in einer finanziellen Notlage befinden und keine Möglichkeiten der Unterstützung haben. Seit Mai 2020 können sie ein Darlehen in Höhe von 650 Euro im Monat unbürokratisch online bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen.

» Informationen der KfW zum Studienkredit des Bundes

Studierende können bis zum Ende des Sommersemesters 2021 jeweils monatliche Überbrückungshilfen von bis zu 500 Euro bei den niedersächsischen Studentenwerken beantragen.

» Informationen zur Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingten Notlagen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung


Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Forschungsförderung

Wie läuft die Projektabwicklung von Forschungsprojekten?

Die Abteilung für Forschung und Innovation des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur verfolgt in der derzeitigen Covid-19-Lage lösungsorientierte und unkomplizierte Wege in der Projektabwicklung von Forschungsprojekten.

Das bedeutet, dass die Laufzeit von Projekten, die wegen der aktuellen Beschränkungen derzeit nicht durchgeführt werden können, auf Antrag per E-Mail verlängert werden.

Projekte, die noch nicht begonnen haben und deren Start sich aufgrund der Covid-19-Lage verzögert, sollen dies bei der Einstellung von Personal berücksichtigen, um unnötige Personalmehrkosten zu vermeiden. Der Projektstart von Projekten kann durch Änderungsbescheide unkompliziert verschoben werden. Verwendungsnachweise sowie Zwischennachweise und Sachberichte können auch in der Covid-19-Lage bspw. im Homeoffice gut erstellt, elektronisch abgestimmt und versandt werden. Fehlende Unterschriften können durch eine elektronische Bestätigung der Projektsprecherinnen bzw. Projektsprecher zunächst ersetzt werden. Die Unterschriften sollten bei Gelegenheit nachgeholt und die Verwendungsnachweise dann in Papierform nachgereicht werden.


Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Kultur

Ich plane eine Veranstaltung. Was muss ich beachten?

Zunächst kommt es auf die Inzidenz an. Bis zu einer 7-Tage-Inzidenz von 10 gilt § 1d der Niedersächsischen Corona-Verordnung. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 10 gelten die §§ 6a und 6b.

Was gilt bei einer 7-Tage-Inzidenz bis 10 bei Zusammenkünften und Veranstaltungen?

Das kommt auf den Ort, die Größe und die Vorgaben der Veranstaltung an. § 1d der Corona-Verordnung lässt dabei unterschiedliche Möglichkeiten zu. In jedem Fall muss ein Hygienekonzept vorliegen.

  • Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit bis zu 25 Personen und unter freiem Himmel mit bis zu 50 Personen besteht kein Abstandsgebot mehr und die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung entfällt. Dabei ist es egal, ob die Personen sitzen oder stehen.
  • Sind es mehr als 25 Personen in geschlossenen Räumen oder mehr als 50 Personen unter freiem Himmel und sind die Personen weder genesen, geimpft oder negativ getestet, dann hängen die Anforderungen davon ab, ob die Veranstaltung sitzend oder zumindest teilweise stehend stattfindet.
    » Findet die Veranstaltung sitzend statt, dann gilt zur Wahrung des Abstandsgebotes für die Sitzordnung das sog. Schachbrettmuster. Dann genügt bei festen Sitzplätzen eine Besetzung mit je einem freien Sitz rechts und links und reihenweise versetzten freien Plätzen. In geschlossenen Räumen gilt dies nur dann, wenn der Raum durch eine Lüftungsanlage mit Frischluft versorgt wird.
    » Findet die Veranstaltung zumindest teilweise stehend statt, dann ist das Abstandsgebot einzuhalten.
  • Sind alle Personen einer Veranstaltung entweder genesen, geimpft oder negativ getestet, dann besteht kein Abstandsgebot mehr und die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung entfällt. Das gilt unabhängig davon, ob die Veranstaltung stehend oder sitzend und ob diese in geschlossen Räumen oder unter freiem Himmel stattfindet.

Wenn mehr als 1000 Personen an der Veranstaltung teilnehmen, dann ist Folgendes einzuhalten:

  • Die Veranstaltung muss genehmigt werden
  • Das Hygienekonzept muss den Anforderungen des § 1d Abs. 4 genügen und die dort genannten zusätzlichen Anforderungen einhalten.

Was gilt bei einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 10 bei Zusammenkünften und Veranstaltungen?

Zunächst kommt es darauf an, ob die Veranstaltung auf verbale Interaktion und Kommunikation der Besucherinnen und Besucher ausgerichtet ist. Bei Theatern, Opernhäusern, Konzerthäusern oder ähnlichen Einrichtungen sowie Kinos nach § 6b der Niedersächsischen Corona-Verordnung wird unterstellt, dass die Veranstaltungen nicht auf verbale Interaktion und Kommunikation der Besucherinnen und Besucher ausgerichtet sind. Auch andere Veranstaltungen, bei denen die Menschen nicht miteinander sprechen, sich beteiligen, mitsingen etc. haben sich an den Anforderungen des § 6b auszurichten, auch wenn diese nicht in einem Theater etc. stattfinden. In allen anderen Fällen gilt § 6a.

Was gilt bei Zusammenkünften und Veranstaltungen nach § 6a?

Die Regelungsbereiche sind im Abs. 1 mit Verweis auf die dann folgenden Spezialregelungen dargestellt. Demnach ist wie folgt zu unterscheiden:

Abs. 2: Inzidenz 35 bis 50 in geschlossenen Räumen und mit sitzendem Publikum.

Abs. 3: Inzidenz bis 35 in geschlossenen Räumen und mit sitzendem Publikum.

Abs. 4: Inzidenz bis 35 in geschlossenen Räumen auch mit zeitweise stehendem Publikum.

Abs. 5: Inzidenz mit mehr als 50 unter freiem Himmel mit sitzendem Publikum.

Abs. 6: Inzidenz 35 bis 50 unter freiem Himmel.

Abs. 7: Inzidenz bis 35 unter freiem Himmel.

Die Ausführungen in § 6a Absatz 1 dienen dazu, einen Überblick über die einzelnen Regelungen der umfangreichen Vorschrift zu geben. Die Voraussetzungen für die Zulässigkeit der aufgeführten Veranstaltungen ergeben sich aus den jeweiligen Absätzen des § 6a.

Was ist also demnach derzeit nicht zulässig?

Nicht zulässig sind demnach alle Veranstaltungen bei einer Inzidenz von mehr als 50 in geschlossenen Räumen unabhängig davon, ob das Publikum sitzt oder zeitweise steht.

Was muss ich bei den jeweiligen zulässigen Veranstaltungen beachten?

Das hängt von der Art der Veranstaltung und der Inzidenz ab. Gemäß der oben dargestellten Aufteilung gelten folgende Vorgaben:

Für Veranstaltungen mit einer Inzidenz von 35 bis 50 in geschlossenen Räumen mit sitzendem Publikum gem. § 6a Abs. 2 gilt:

  • Die Einrichtung muss Maßnahmen aufgrund eines Hygienekonzeptes nach § 4 treffen.
  • Die Zahl der Besucherinnen und Besucher darf 100 Personen nicht überschreiten. Für Besucherinnen und Besucher gilt die Testpflicht nach § 5a.
  • Die Veranstaltungen dürfen nur mit sitzendem Publikum durchgeführt werden. Dabei ist das Abstandsgebot einzuhalten.

Für Veranstaltungen mit einer Inzidenz von bis 35 in geschlossenen Räumen mit sitzendem Publikum besteht keine Testpflicht mehr nach § 5a. Die sonstigen Vorgaben ergeben sich aus dem § 6a Abs. 3. Demnach gilt:

  • Die Einrichtung muss Maßnahmen aufgrund eines Hygienekonzeptes nach § 4 treffen.
  • Die Zahl der Besucherinnen und Besucher darf 500 Personen nicht überschreiten. Mehr als 500 Personen sind nur dann zulässig, wenn die Kapazität der Einrichtung mehr als 1700 Plätze umfasst. Dann ist aber die Personenzahl auf 30 Prozent der Plätze zu beschränken. Zudem bedarf es hierzu einer Genehmigung von den zuständigen Behörden unter den zusätzlichen Voraussetzungen des Abs. 3 und der Sätze 5 und 6. Dies betrifft erhöhte Anforderungen an das Hygienekonzept und Widerrufsmöglichkeit der Genehmigung.
  • Die Veranstaltungen dürfen nur mit sitzendem Publikum durchgeführt werden. Dabei ist das Abstandsgebot einzuhalten. Wenn eine Lüftungsanlage mit Frischluftzufuhr vorhanden ist, genügt ein Abstand von einem Meter zu jeder Person, mit der nicht nach § 2 Abs. 1 Sätze 1 bis 5 eine Zusammenkunft zulässig ist. Gemessen wird der Abstand zwischen den Nasen der jeweiligen Personen.

Für Veranstaltungen mit einer Inzidenz von bis 35 in geschlossenen Räumen besteht auch bei zeitweise stehendem Publikum keine Testpflicht nach § 5a. Im Übrigen gilt § 6a Abs. 4. Demnach sind folgende Vorgaben einzuhalten:

  • Die Einrichtung muss Maßnahmen aufgrund eines Hygienekonzeptes nach § 4 treffen.
  • Das Abstandsgebot ist einzuhalten.
  • Die Zahl der Besucherinnen und Besucher darf 100 Personen nicht überschreiten. Mehr als 100 Personen sind nur dann zulässig, wenn ein entsprechender Antrag bei der zuständigen Behörde eingereicht wird, der die zusätzlichen Anforderungen des Abs. 4 und der Sätze 5 und 6 enthält. Dies betrifft erhöhte Anforderungen an das Hygienekonzept und Widerrufsmöglichkeit der Genehmigung.

Für Veranstaltungen mit einer Inzidenz von über 50 unter freiem Himmel gem. § 6a Abs. 5 gilt:

  • Die Einrichtung muss Maßnahmen aufgrund eines Hygienekonzeptes nach § 4 treffen.
  • Die Zahl der Besucherinnen und Besucher darf 50 Personen nicht überschreiten. Für Besucherinnen und Besucher gilt die Testpflicht nach § 5a.
  • Die Veranstaltungen dürfen nur mit sitzendem Publikum durchgeführt werden. Dabei ist das Abstandsgebot einzuhalten.

Für Veranstaltungen mit einer Inzidenz von 35 bis 50 unter freiem Himmel gem. § 6a Abs. 6 gilt:

  • Die Einrichtung muss Maßnahmen aufgrund eines Hygienekonzeptes nach § 4 treffen.
  • Bei diesen Veranstaltungen ist auch stehendes Publikum erlaubt.
  • Wird die Veranstaltung nur mit sitzendem Publikum durchgeführt, darf die Zahl der Besucherinnen und Besucher 250 Personen nicht überschreiten.
  • Wird die Veranstaltung mit mindestens zeitweise stehendem Publikum durchgeführt, dann darf die Zahl der Besucherinnen und Besucher 100 Personen nicht überschreiten.
  • Für Besucherinnen und Besucher gilt in beiden Fällen die Testpflicht nach § 5a.
  • Das Abstandsgebot ist einzuhalten.

Für Veranstaltungen mit einer Inzidenz von bis zu 35 unter freiem Himmel gem. § 6a Abs. 7 gilt:

  • Die Einrichtung muss Maßnahmen aufgrund eines Hygienekonzeptes nach § 4 treffen.
  • Das Abstandsgebot ist einzuhalten.
  • Die Zahl der Besucherinnen und Besucher darf grundsätzlich 500 Personen nicht überschreiten. Unabhängig davon, ob die Veranstaltung sitzend oder mindestens zeitweise stehend stattfindet. Mehr als 500 Personen sind nur dann zulässig, wenn ein entsprechender Antrag bei der zuständigen Behörde eingereicht wird, der die zusätzlichen Anforderungen des Abs. 7 und der Sätze 5 und 6 enthält. Dies betrifft erhöhte Anforderungen an das Hygienekonzept und Widerrufsmöglichkeit der Genehmigung.
  • Für Besucherinnen und Besucher besteht keine Testpflicht.

Was gilt bei Veranstaltungen von Theatern, Opernhäusern, Konzerthäusern oder ähnlicher Einrichtungen sowie von Kinos nach § 6b?

Die jeweiligen Vorgaben hängen von der 7-TageInzidenz ab. Die genauen Regelungen finden sich im § 6b der Corona-VO. Dort abhängig von den Inzidenzen in den Absätzen 1 bis 3. Hierzu führt die Begründung der Corona-VO aus:

Nicht auf verbale Interaktion gerichtet sind Veranstaltungen, bei denen die Besucherinnen und Besucher nicht interaktiv einbezogen werden, sondern der Veranstaltung vor allem zuhören und zuschauen, ohne selbst aktiv zu werden. Insbesondere soll auch das Mitsingen und übermäßiger Jubel vermieden werden. Zur Beurteilung ist jeweils eine Einzelfallentscheidung der Betreiberin oder des Betreibers vorzunehmen. Bei Veranstaltungen, die nicht auf die verbale Interaktion und Kommunikation der Besucherinnen und Besucher gerichtet sind, ist das Infektionsrisiko wegen des verminderten Ausstoßes von Aerosolen zwischen dem Publikum deutlich geringer, so dass hier eine Privilegierung im Vergleich zu den Veranstaltungen des § 6a vorgenommen werden kann.

Bei einer Inzidenz von mehr als 50 gilt § 6b Abs. 1. Die Einrichtungen sind geöffnet. Proben sind zulässig. Es gelten aber zusammengefasst folgende Vorgaben:

  • Die Einrichtung muss Maßnahmen aufgrund eines Hygienekonzeptes nach § 4 treffen.
  • Die Zahl der Besucherinnen und Besucher darf 250 Personen nicht überschreiten. Abweichend davon sind auch mehr als 250 Personen zulässig, wenn die Personenzahl nicht mehr als die Hälfte der zulässigen Personenkapazität der Einrichtung überschreitet.
  • Für Besucherinnen und Besucher gilt die Testpflicht nach § 5a.
  • Die Veranstaltungen dürfen nur mit sitzendem Publikum durchgeführt werden. Dabei ist das Abstandsgebot einzuhalten.
  • Für Verkaufsstellen und Gastronomiebetriebe gelten die § 9. Der Verzehr von im Rahmen dieser Veranstaltungen üblichen Lebensmittel und Getränke während der Veranstaltung ist am Platz zulässig.

Bei einer Inzidenz zwischen 35 und 50 gilt Abs. 2. Es gelten die Vorgaben wie im Abs. 1 mit folgendem Unterschied:

  • In geschlossenen Räumen ist 1 Meter Abstand zu jeder Person, mit der nicht nach § 2 Abs. 1 Sätze 1 bis 5 eine Zusammenkunft zulässig ist, dann ausreichend, wenn eine Lüftungsanlage mit Frischluftzufuhr vorhanden ist.

Bei einer Inzidenz unter 35 gilt Abs. 3. Grds. gelten auch hier weiterhin die Vorgaben wie im Abs. 1. Es gibt aber folgende Erleichterungen:

  • Wie im Abs. 2 reicht in geschlossenen Räumen 1 Meter Abstand zu jeder Person, mit der nicht nach § 2 Abs. 1 Sätze 1 bis 5 eine Zusammenkunft zulässig ist, aus, wenn eine Lüftungsanlage mit Frischluftzufuhr vorhanden ist.
  • Eine Testpflicht nach § 5a besteht nicht.

Dürfen Getränke und Speisen bei den Veranstaltungen verzehrt werden?

Ja. Dies richtet sich nach den Vorgaben des § 9 der Verordnung.

Was gilt für Museen, Freilichtmuseen, Ausstellungen, Galerien und ähnliche Einrichtungen?

Dies ist im § 7b der Verordnung geregelt. Die jeweiligen Vorgaben hängen ebenfalls von der 7-Tage-Inzidenz ab.

Bei einer Inzidenz von mehr als 50 gilt § 7b Abs. 1. Die Einrichtungen sind geöffnet. Es gelten aber folgende Vorgaben:

  • Die Einrichtung muss Maßnahmen aufgrund eines Hygienekonzeptes nach § 4 treffen.
  • Die Zahl der Besucherinnen und Besucher und die Aufenthaltsdauer ist zeitlich zu begrenzen und zu steuern. Sie darf die Hälfte der Personenkapazität der Einrichtung nicht überschreiten.
  • Für Besucherinnen und Besucher gilt die Testpflicht nach § 5a.
  • Für Verkaufsstellen und Gastronomiebetriebe gelten die §§ 9 und 10.

Bei einer Inzidenz zwischen 35 und 50 gilt § 7b Abs. 2. Eine Testpflicht nach § 5a besteht nicht. Dennoch gelten weiterhin folgende Vorgaben:

  • Die Einrichtung muss Maßnahmen aufgrund eines Hygienekonzeptes nach § 4 treffen.
  • Die Zahl der Besucherinnen und Besucher und die Aufenthaltsdauer ist zeitlich zu begrenzen und zu steuern. Sie darf 75 Prozent der Personenkapazität der Einrichtung nicht überschreiten.
  • Für Verkaufsstellen und Gastronomiebetriebe gelten die §§ 9 und 10.

Bei einer Inzidenz unter 35 gilt § 7b Abs. 3. Es besteht dann keine Testpflicht nach § 5a und die Zahl der Besucherinnen und Besucher ist ebenfalls nicht mehr begrenzt. Es verbleiben dennoch folgende Vorgaben:

  • Die Einrichtung muss Maßnahmen aufgrund eines Hygienekonzeptes nach § 4 treffen.
  • Für Verkaufsstellen und Gastronomiebetriebe gelten die §§ 9 und 10.

Dürfen in Museen und ähnlichen Einrichtungen Gruppenführungen stattfinden?

Ja. Gruppenführungen dürfen stattfinden. Dabei sind jedoch die jeweiligen oben genannten Vorgaben in den drei Inzidenzstufen anzuwenden. Insbesondere muss dabei sichergestellt sein, dass die Abstandsregelungen eingehalten werden.

Dürfen in Museen und ähnlichen Einrichtungen Bildungsangebote stattfinden?

Ja. Auch Bildungsangebote sind in den Einrichtungen zulässig. Hier sind auch die jeweiligen Vorgaben in den drei Inzidenzstufen anzuwenden. Soweit die Bildungsangebote für die Gruppen in einem separaten Raum (Seminarraum, Schulungsraum) in der Einrichtung stattfinden, werden die Personen auf die zulässigen Kapazitätsgrenzen nicht eingerechnet. Dies erfolgt erst dann, wenn die Personen die Ausstellungsflächen der Einrichtungen besuchen.

In den jeweiligen Stufen der Inzidenzen gelten unterschiedliche Personenkapazitäten.

Werden dabei geimpfte und genesene Personen sowie Kinder unter 14 Jahren eingerechnet?

Ja, diese Personen werden bei Personenobergrenzen eingerechnet Das gilt bei den Fällen der §§ 6 a, 6 b und 7 b, nicht aber bei den Kontaktbeschränkungen im Sinne des § 2.

Welche Hilfen gibt es für Kulturschaffende und kulturelle Einrichtungen?

Von „Niedersachsen dreht auf“ bis zum Neustart Kultur: Wir haben die Hilfen des Landes und die Hilfen des Bundes in einer Übersicht für Sie zusammengestellt.

» zur Übersicht der Hilfen für Künstlerinnen und Künstler sowie für Kultureinrichtungen

MWK-Hotline: Allgemeine Fragen zu Fördermöglichkeiten durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie beantworten Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne montags bis donnerstags jeweils von 9 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 0511 120-2806. Eine Beratung zu Details einzelner Projektvorhaben findet unter dieser Rufnummer nicht statt.


Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Weiterbildung

Was gilt in der außerschulischen Bildung, der Erwachsenen- und Weiterbildung?

Der Bereich ist in § 14a der Niedersächsischen Corona-Verordnung geregelt.

Es gelten folgende Stufen:

Auch bei einer Inzidenz von über 100 bleiben die Einrichtungen geöffnet. Der Präsenzunterricht ist dann in der Form des Wechselunterrichts zulässig.

Bei einer Inzidenz zwischen 35 und 100 ist der Präsenzunterricht zulässig und muss nicht in Wechselunterricht erfolgen.

In beiden Fällen ist der Zutritt zu den Einrichtungen nur mit einem Testnachweis möglich, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Für Teilnehmende, Lehrkräfte und Mitarbeitende genügt die zweimalige Testung pro Woche. Vollständig Geimpfte und Genesene sind den Getesteten gleichgestellt. Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung gilt sowohl in den gekennzeichneten Bereichen als auch in den Unterrichts- und Arbeitsräumen und während des Unterrichts in diesen Räumen.

Bei einer Inzidenz bis 35 entfällt das Erfordernis des Testens und die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung.

Dürfen in Museen und ähnlichen Einrichten Bildungsangebote stattfinden?

Ja. Auch Bildungsangebote sind in den Einrichtungen zulässig. Hier sind auch die jeweiligen Vorgaben in den drei Inzidenzstufen anzuwenden. Soweit die Bildungsangebote für die Gruppen in einem separaten Raum (Seminarraum, Schulungsraum) in der Einrichtung stattfinden, werden die Personen auf die zulässigen Kapazitätsgrenzen nicht eingerechnet. Dies erfolgt erst dann, wenn die Personen die Ausstellungsflächen der Einrichtungen besuchen.

In den jeweiligen Stufen der Inzidenzen gelten unterschiedliche Personenkapazitäten.

Werden dabei geimpfte und genesene Personen sowie Kinder unter 14 Jahren eingerechnet?

Nein. Diese Personen brauchen nicht eingerechnet zu werden. Dies führt zwar organisatorisch zu einem höheren Aufwand. Es eröffnet aber die Möglichkeit, dass dieser Personenkreis wie bei den Abstandsregelungen nicht mehr berücksichtigt wird. Das gilt bei den Fällen der §§ 6a, 6b und 7b.

Was gilt für Bläserensembles und Bläserorchester sowie Chöre?

Die Beschränkungen hängen ebenfalls von den Inzidenzen ab.

Bei einer Inzidenz zwischen über 50 ist nur ein Instrumental- und Vokalunterricht im Einzelunterricht oder im Kleingruppenunterricht mit nicht mehr als vier Personen zulässig. Das gilt nicht, soweit der Unterricht unter freiem Himmel stattfindet.

Der Zutritt zu den Einrichtungen ist nur mit einem Testnachweis möglich, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Für Teilnehmende, Lehrkräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genügt die zweimalige Testung pro Woche. Vollständig Geimpfte und Genesene sind den Getesteten gleichgestellt. Die teilnehmenden und unterrichtenden Personen müssen negativ getestet sein.

Bei einer Inzidenz zwischen 35 und 50 gilt für Instrumental- und Vokalunterricht die Begrenzung auf vier Personen nicht mehr, wohl aber die Testverpflichtung im Sinne des § 14 a Abs. 5.

Bei einer Inzidenz unter 35 bestehen für Bläserensembles und Bläserorchester sowie Chöre keine Beschränkungen.


Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Bibliotheken

Sind die wissenschaftlichen Bibliotheken (Hochschul- und Landesbibliotheken) geöffnet?

Die wissenschaftlichen Bibliotheken sind weiterhin geöffnet. Neben der Ausleihe sind auch die Lesesäle und Bibliotheksarbeitsplätze grundsätzlich weiter zugänglich, wenn der Zugang nicht aufgrund örtlicher Gegebenheiten eingeschränkt ist. Natürlich müssen auch der Mindestabstand und die Anforderungen an die Hygiene beachtet werden. Aufgrund möglicher weiterer Einschränkungen, wie gegebenenfalls reduzierter Öffnungszeiten, erforderlicher Anmeldungen, etc., empfehlen wir vor einem Besuch der Bibliothek Ihrer Wahl einen Blick auf deren Homepage, auch müssen Medien häufig elektronisch vorbestellt werden.

Können die Bestände der niedersächsischen Landesbibliotheken online abgerufen werden?

Die niedersächsischen Landesbibliotheken verfügen über umfangreiche Onlineangebote, die in den vergangenen Monaten teilweise erheblich erweitert werden konnten.

Weitere Informationen finden sich auf den Homepages der Landesbibliotheken:

» Website der GWLB https://www.gwlb.de/

» Website der HAB http://www.hab.de/

» Website der LBO https://www.lb-oldenburg.de/

Sind die öffentlichen Bibliotheken geöffnet?

Ja, öffentliche Bibliotheken dürfen unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen geöffnet werden.

Wir beantworten Ihre Fragen!

Hinweise auf allgemeine Fördermöglichkeiten des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie geben Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums gerne montags bis donnerstags jeweils von 9 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 0511 120-2806. Eine Beratung zu Details der von Ihnen geplanten einzelnen Vorhaben ist unter dieser Rufnummer leider nicht möglich.

Kultur in Niedersachsen digital erleben

Viele kulturelle Einrichtungen in Niedersachsen können auch online besucht werden. Unter folgendem Link finden Sie einige Beispiele.

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Pressestelle MWK

Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibnizufer 9
30169 Hannover
Tel: 0511/120-2599
Fax: 0511/120-2601

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